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Samstag, 23. Oktober 2010

Ein überraschender Ausblick

Durch die feuchte Luft nach dem abendlichen Regen waren die Autoscheiben früh morgens völlig mit Wasser bedeckt. So mussten wir erst einmal die Heckklappe öffnen, um uns das Wetter anzusehen. Und es war trocken! Dafür blies der Wind aber eisig kalte Luft ins Auto. Die Sonne konnten wir dann beim Frühstück auch nicht genießen, da der Campground im Wald lag und somit nur vereinzelte Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Bäume fanden.

Nachdem wir uns mit Kaffee und heißer Schokolade halbwegs aufgewärmt hatten, ging es mit dem Auto los, den Rest der Hauptinsel des Acadia Nationalparks zu erkunden. Nach einem kurzen Zwischenstopp am "Schooner Head Overlook", mit Blick über Bucht und Felsküste standen Sandstrand und Küstenwanderung auf der Liste und so stellten wir das Auto am Great Head ab und machten uns zu Fuß auf in Richtung Otter Point.


Zunächst ging es durch den Wald, bis wir einen ersten Blick auf den einzigen Sandstrand des Parks werfen konnten. Nachdem ein kleiner Fluss überwunden war (was nach dem vorigen Tag kein Problem mehr war ;), wanderten wir zum anderen Ende der Bucht, wo der "Ocean Path" startete. Zum Baden war es auf jeden Fall zu kalt, da sich selbst im Sommer das Wasser dort nur auf etwa 10°C erwärmt .



Also ging es weiter, an einer zerklüfteten Felsküste entlang. Der Trail folgte der Küste für 2 Meilen. Auf der Hälfte der Strecke erreichten wir das "Thunder Hole". Allerdings war wegen der ruhigen See nicht viel von Donner zu hören. Stattdessen waren Scharen von Touristen da, die Wellenweise aus den Bussen heraus und hinein schwappten. 50 Meter weiter war man aber schon wieder in ruhiger Natur, fast völlig ohne Menschen. Schon lustig mit diesen Pauschaltouristen.


Auf dem restlichen Weg kletterten wir noch ein wenig auf den Felsen herum, bis wir zu einem Strand mit größeren, abgerundeten Steinen kamen. Ein wirklich hübsches Stück Küste.


Weiter ging es dann vorbei an den Otter Cliffs, einer recht hohen Steilklippe, bis zum Otter Point. Nachdem wir den Anblick dort ein wenig genossen hatten, ging es zurück zum Auto. Diesmal ohne Umweg, den gleichen Weg zurück. So hatten wir dann auch schon wieder 5 Meilen Wanderung bei schönstem Sonnenschein hinter uns gebracht.


Unser nächstes Ziel war der Cadillac Mountain. Wir wollten ja schon noch den Ausblick sehen, den wir Tags zuvor verpasst hatten. Und wir wurden nicht enttäuscht. Nur die Bedingungen waren nicht die Besten. Neben einem grandiosen Ausblick auf bunte Wälder, Meer mit kleineren Inseln und kleinen Küstenorten mussten wir uns mit einem fiesen kalten Wind herumschlagen. Das machte das Fotografieren schon recht schwierig. Vor allem unser zweiter Halt auf dem Gipfel, am Blue Mountain Overlook, gestaltete sich eher zu einem Kampf gegen den Wind, als einem gemütlichen Fotostopp.



Aber nochmal zum Vergleich:


Ausblick vom Cadillac Mountain Tags zuvor und an diesem Tage...


Zurück am Fuße des Hügels machten wir uns auf den Weg zum zweiten Teil der Insel. Mittlerweile war der Tag auch schon vorangeschritten und wir mussten uns ein bisschen ranhalten, um alles zu sehen, was wir uns vorgenommen hatten. So hielten wir als nächstes im Wonderland an und wanderten einen kurzen Trail entlang bis zur Küste. Sehr "Wonderland"-mäßig sah es da aber gar nicht aus. Vor allem, da gerade Ebbe angesagt war, und somit vor dem großen Wasser ein langes Stück dunkle, mit Algen und Schnecken besetzte Felsküste lag.

Also ging es weiter zum Bass Harbor Head Lighthouse. Ein gewaltiger Bau... oder auch nicht. Eigentlich nur ein normales Haus mit Licht oben drauf. Das würde man bei uns noch nicht einmal als Leuchtturm bezeichnen. Aber dank der langsam untergehenden Sonne bot sich dennoch ein sehr hübsches Bild mit Wolken und den vor der Küste liegenden Inseln.


Um den Sonnenuntergang noch richtig zu genießen, wollten wir noch den letzten Punkt des Tages anfahren: das "Pretty Marsh". Dummerweise machte uns die Saison wieder einen Strich durch die Rechnung, denn der Zugang zur Picnic area war schon abgesperrt. So mussten wir das Auto vor der Einfahrt abstellen und zu Fuß bis zum Wasser marschieren. Als wir da ankamen, war die Sonne allerdings schon verschwunden. So konnten wir nur von der Bucht noch ein paar Bilder machen und dann ging es auch schon wieder zurück zum Campground.


Auf dem Weg boten sich aber noch Gelegenheiten für Nachtaufnahmen und so kamen wir erst in völliger Dunkelheit zurück zu unserem Platz für die Nacht.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Niagara-Fälle? Ach was...

Eigentlich wollten wir ja noch zu den Niagara Fällen. Und von New Haven aus ging es auch erst einmal in diese Richtung. Nachdem wir uns aber mit dem nächsten Stapel Karten, Tour- und Campbooks eingedeckt hatten und einige Minuten Diskussion, inklusive hin- und herüberlegen hinter uns lagen, schlugen wir doch eine andere Richtung ein.

Denn wir wollten noch die Küste von Maine sehen. Und da das gerade gegensätzliche Richtungen waren und die Niagara-Fälle eine reine Touristen-Attraktion sind, was uns jetzt nicht so zusagte, fiel die Entscheidung auf Maine. So machten wir uns auf den Weg zum Acadia National Park. Dies ist einer der wenigen National Parks an der Ostküste der Vereinigten Staaten und er liegt auf mehreren Inseln vor der zerklüfteten Atlantikküste von Maine.

Unser Ziel erreichten wir nach 7 Stunden und 420 Meilen Fahrt bei schönstem Sonnenschein erst nach Einbruch der Dunkelheit. Da wir vom Park nichts mehr sehen konnten, verkürzte sich der Abend auf Essen kochen und Schlafen gehen.

Der erste Tag im Park gestaltete sich etwas düsterer als erwartet. Es war bewölkt und die Wolken hingen ziemlich tief. Dennoch machten wir uns auf, den höchsten Punkt der US Atlantikküste zu erklettern: den 1530 Fuß (466 m) hohen Cadillac Mountain. Vom Campground aus führte der 4,2 Meilen lange "Cadillac Mountain South Ridge Trail" bis zum Gipfel hinauf. Zunächst ging es durch Mischwald langsam den Hügel hinauf, wobei man trotz Wolken noch tolle Farben neben dem Weg und in der Ferne sehen konnte. Allerdings waren vom ersten Aussichtspunkt auch schon Gipfel zu sehen, die in weißen Schleiern verschwanden.



Als wir uns dem Gipfel weiter näherten wurden auch wir langsam vom Nebel umgeben. Die Vegetation wechselte passender Weise auch mehr ins trübsinnige mit niedrigen Nadelbäumen und Büschen. Farben waren da auch schon kaum mehr zu erkennen. Nach einigen weiteren Höhenmetern waren wir dann so tief in den Wolken, dass wir weder nach oben, noch nach unten irgendetwas sehen konnten. Das Weiteste waren die Bäume und Felsen im Umkreis von etwa 30 Metern, alles Andere verschwand in den umher wabernden Nebelschwaden. Davon ließen wir uns aber nicht abhalten, bis zum Gipfel zu marschieren, man hätte ja einen Blick über die Wolkenschicht bekommen können.


War aber nicht der Fall. Das einzige, das sich änderte am Gipfel, war der Wind. Zu den nicht all zu hohen Temperaturen gesellte sich da oben noch eine steife Brise. Und ansehen konnten wir nur den Granitfelsen, der die Spitze des Berges bildete. Nach einer kurzen Runde über den fast menschenleeren Gipfelweg, machten wir uns auf den Rückweg. Da man aber auch mit dem Auto bis zum Gipfel fahren konnte, hofften wir auf besseres Wetter für den nächsten Tag, um doch noch den Ausblick über Küste von Maine genießen zu können.

Den Rückweg wollten wir dann noch etwas ausweiten. Zum Einen konnten wir so den gleichen Weg vermeiden und zum Anderen muss man ja irgendwie auf seine 10 Meilen Tour kommen ;)

Aus diesem Grunde nahmen wir den rechten Weg an der ersten Kreuzung. Zwar war da kein Trail an dem Wegweiser gekennzeichnet, aber laut unserer Karte sollte da noch ein Weg hinunter führen. Und zudem waren einige Steinhaufen zu erkennen, die dort häufiger als Wegmarkierung dienten. Also ging es an den Abstieg und schon bald zeigte sich mal wieder: "Der rechte Weg ist immer der Linke." Denn außer blauen Strichen an Bäumen und auf Felsen blieb uns keine weitere Orientierungsmöglichkeit. Der "Weg" war auch größtenteils nicht als solcher zu erkennen. Vor allem als es eine schräge Felswand parallel zum Berg entlang ging. Links ein 200-Meter-Abgrund, der zum Glück durch die Wolken nur kurzzeitig zu erkennen war und nach oben hin ebenfalls Felswand bis in die Wolken hinein.


Besser wurde es dann noch, als es eine solche schräge Wand auch noch hinunter ging. Die feuchte Luft und Quellen, sowie Laub führten zu einigen Stellen, die nur halb rutschend zu überwinden waren. An einen Rückweg war da schon nicht mehr zu denken. Wir mussten also bis ins Tal. Und der Weg führte wirklich gerade den Abhang hinunter. Hatte natürlich auch einen Vorteil: Man brauchte keine Schilder aufstellen zum Thema "Stay on Trail, do not use shortcuts!" Derartige Abkürzungen waren gar nicht mehr möglich...

Auf dem Weg ins Tal mussten wir dann auch noch ein Geröllfeld hinter uns bringen. Dabei waren Stellen zu überwinden, die man nur hinabklettern konnte. Dabei natürlich immer Ausschau haltend nach dem nächsten blauen Strich, um nicht in die falsche Richtung zu marschieren.
Allerdings wurden wir zum Ausgleich mit kurzen Ausblicken auf ein bunt gefärbtes Tal mit Fluss und See belohnt, welche von Zeit zu Zeit aus dem Wolkenbrei auftauchten.

Unten angekommen, fanden wir auch noch ein Schild mit der Aufschrift "Cadillac Mt. West Face Trail". Er hatte also immerhin noch einen Namen und war in einer Richtung ausgeschildert. Ich nehme an, dass man von unten kommend eher noch umdrehen kann und die Meisten vor dem ersten Anstieg schon zurückschrecken. Nun ja, wir haben ihn hinter uns gebracht und nun lag noch eine gemütliche Wanderung an zwei Seen entlang vor uns. Auch da konnten wir noch ein paar hübsche Bilder machen.



Interessant wurde es erst, als wir vom Jordan Pond abbogen und durch den Wald zurück zum Campground mussten. Da lagen noch etwa 3 Meilen vor uns und es fing an zu tropfen. Was noch nicht so schlimm war, den wir hatten ja die Regenausrüstung mitgenommen. Also legten wir die komplette Montur an, in der Hoffnung, dass es dann sicherlich aufhören würde zu Regnen.


Aber nix da, es fing immer mehr an zu tropfen und wir waren grad am nächsten Trailhead. Das Schild zeigte uns 1,4 Meilen Wanderweg durch den Wald bis zur nächsten Straße an, die uns dann zum Campground führen sollte. Dazu kam, dass es hier auch schon sehr zeitig dunkel wird. Sonnenuntergang ist etwa halb sechs und Dunkelheit herrscht eine Stunde später. Wir hatten es grad halb sechs und wie gesagt noch einiges vor uns.

Wie konnte es auch anders sein, der "Weg" war wieder eher ein Trampelpfad und die Richtung des selben ließ sich nur anhand von blauen Markierungen fest machen. Bei einbrechender Dunkelheit ging es also über Steine, Wurzeln, Pfützen und Schlamm tiefer in den Wald hinein. Der Regen hatte indessen aber nicht etwa aufgehört, sondern erst richtig angefangen.

Nach einer halben Stunde wurde es so Dunkel, dass wir mehrmals anhalten mussten, um nach der nächsten blauen Markierung Ausschau zu halten. Das Farbsehen wurde aber auch immer schlechter...

Dazu kam noch, dass der Weg weitestgehend an einem größeren Bach entlang führte und diesen auch mehrmals kreuzte. Dabei natürlich nicht etwa über eine Brücke, oder auch nur ein drüber gelegtes Brett. Nein, man musste entweder von Stein zu Stein springen, oder sich einen umgestürzten Baum suchen und auf diesem entlang balancieren. Ron hatte mit der Querung eines etwa 3 Meter langen, 12 cm breiten, glitschigen Baumstammes auch noch ein echtes Erfolgserlebnis für diesen Abend.

Nachdem wir beide noch in ein etwa knöcheltiefes Schlammloch getreten waren und mittlerweile fast blind durch den Wald stolperten, tauchten vor uns Scheinwerfer auf. Ein Auto! Nach endlosen 45 Minuten war die feste Straße in Reichweite gekommen. Ron's Hose war mittlerweile fast völlig nass, unsere Schuhe waren schlammig und von Wasser getränkt und mein Rucksack hat den Regen auch nicht trocken überstanden. Zum Glück war nix wichtiges drin und zum Glück hatte ich meine Regenhose mitgenommen. So blieb ich zumindest weitgehend trocken. Aber jetzt weiß ich wenigsten, wofür man wasserdichte Reißverschlüsse an einer Jacke braucht. Die haben nämlich nicht das ganze Wasser abhalten können...

Den Rest des Weges konnten wir dann auf der Straße zurücklegen, wobei diese so sehr mir Wasser bedeckt war, dass wir uns darin spiegelten und das Gefühl hatten, neuerdings übers Wasser wandeln zu können. Am Auto wieder angekommen, hatte der Regen natürlich auch pünktlich wieder nachgelassen. So wurde noch schnell etwas gekocht, trockene Sachen angezogen und ab gings ins Bett. Duschen gab es leider nicht, aber Wasser hatte ich für diesen Abend erst einmal genug gehabt!

Dienstag, 19. Oktober 2010

Ein Land wie aus nem Film

Nach Chicago hatten wir noch zwei Tage zu fahren, um die Ostküste und New Haven zu erreichen. Und je weiter wir in Richtung Osten kamen, desto herbstlicher wurde die Welt um uns herum. Den ersten Tag haben wir es bis nach Pensylvania geschafft und einen Campground in einem bunt gefärbten Wald, genauer im Black Moshannon State Park, aufgesucht. Auch hier war zu erkennen, dass die Saison schon vorbei war. Die eine Hälfte des Platzes war schon abgesperrt und die Andere mit uns und einem weiteren Camper besetzt. Was für eine Ruhe... Lustiger Weise gab es hier, mitten im Wald aber richtige Luxus-Bäder. Scheinbar vor kurzem erst komplett neu gemacht, beheizt und mit endlos warmem Wasser.

Tags darauf sind wir dann wieder bei Micha angekommen, um unser Auto am nächsten Tag in New York zu tauschen. Da Micha noch arbeiten war (wie kann er nur?), machten wir noch einen Abstecher zu Walmart, um nach einem neuen Koffer für Ron zu sehen. Unsere erste Packübung am Abend zuvor brachte zum Vorschein, dass es doch etwas schwieriger wird, wieder alles mit nach Hause zu bekommen. Da es da aber nichts günstiges gab, beendeten wir den Abend bei Micha mit Auto ausräumen und Blog schreiben.

Früh morgens machten wir uns dann auf nach New York, um unseren zweiten Mietvertrag anzutreten. Voll getankt und zumindest von Außen geputzt stellten wir also das Auto bei Hertz ab und nach einigen Minuten Papierkram ausfüllen und dem Wunsch nach einem weiteren Chevy Traverse standen wir vor unserem neuen Auto: Einem weißen Traverse aus Oregon. Dem gleichen, den wir grad eben abgegeben hatten, nur jetzt noch ein zweites mal von außen und zudem von innen geputzt...

Deshalb sind wir also eine Woche früher wieder nach New York zurück gekommen: um unser Auto einmal putzen zu lassen. Diese Autovermietung soll mal noch einer verstehen.

Zurück in New Haven deckten wir uns noch mit Lebensmitteln für die nächste Woche ein, packten das Auto wieder schlaftauglich zusammen und ließen den Tag dann mit was richtig außergewöhnlichem ausklingen: mit einem Kinofilm.

"The Town" wurde zusammen mit Micha im lokalen Kino geschaut. Ein gut gemachter Bankräuber-Film, welcher in Boston spielt. Und ich muss sagen, wenn man dieses Land schon mal erlebt hat, sieht man solche Filme plötzlich mit etwas anderen Augen. Ganz auffällig: eine Szene in einem Waschsalon. Wo ich mir zu Hause gedacht hätte: "Wo gibts denn sowas, bitte?", ist es hier eher: "Joa, ein Waschsalon, genau wie es ihn an jeder dritten Straßenecke gibt.". Schon irgendwie komisch.

Montag, 18. Oktober 2010

Riesiger See und wirklich schöne Stadt

Vom letzten Campground ging es ohne weitere Zwischenstopps einmal durch Minnesota, um in La Crosse, Wisconsin, einen Blick auf den Mississippi werfen zu können.


Hier haben wir dann auch anhand der Bäume richtig gemerkt, dass es Herbst geworden ist und ich konnte zum ersten mal in diesem Jahr durch das raschelnde Laub schlurfen. Nachdem wir dann auch eine AAA-Station ausfindig machen konnten und uns dort mit neuem Kartenmaterial eingedeckt hatten, ging es wieder auf die Interstate Richtung Milwaukee. Von dort aus wollten wir uns in Richtung Süden einen Campingplatz für die nahende Nacht suchen. Doch wie sich im Campbook feststellen ließ, war der 15. Oktober irgendein besonderer Stichtag zum Schließen. So blieb uns nichts weiter übrig als weiter in den Süden zu fahren, um dann im Illinois Beach State Park zu übernachten.
Am Morgen hat sich dann kurz nach dem Sonnenaufgang die gewaltige Größe des Lake Michigan gezeigt.


Nach heißem Kaffee, ausgiebigem Frühstück und heißer Dusche ging es nach Chicago.
Eine wirklich tolle Stadt mit faszinierenden Gebäuden, die sich im Sonnenschein an diesem wunderbaren Herbsttag von ihrer besten Seite gezeigt haben.
Ohne länger zu suchen, haben wir das Auto direkt unter dem Millennium Park abgestellt, auch wenn wir sicher noch günstigere Plätze gefunden hätten. Mit dem nötigsten bepackt, ging es erst
einmal zum Hafen,



um auf der "Promenade"







über den Chicago River




zum Navy Pier zu gelangen.





Da war mal etwas los. Also ich meine, da waren Menschen unterwegs.


So hatte ich mir ein typisches Pier immer vorgestellt. Mit Fressbuden, einem kleinen Vergnügungspark und da Halloween ja direkt vor der Tür steht, gab es auch ein Gruselkabinet. Ohhhh - Spooky ;)
Nachdem wir den Blick auf die Skyline von hier ausreichend genossen hatten,


ging es Richtung Westen wieder zurück zu den hohen Bauten.


Von hier aus schlängelte sich unser Weg am Chicago River entlang.


Es war schon ein beeindruckendes Bild. Manchmal schien es, als ob diese hohen Häuser direkt aus dem Gewässer schießen würden und andere hatten unter dem Parkhaus, auch noch eine Garage für die Jachten. Wat 'n Luxus!


Leider hatten wir nicht das Glück, die riesigen Brücken geöffnet zu sehen.


Nach einem kleineren "Umweg", der uns an toller,


moderner Architektur,



einer Anti-Kriegs-Demo 



und dem Theater


vorbei geführt hat, sind wir schließlich im Millennium Park gelandet.
Hier gab es neben dem gigantischen Pavillon


auch noch das "Cloud Gate" zu bestaunen. Dabei handelt es sich um ein 33 Fuß hohes, 110 Tonnen schweres Kunstwerk, aus auf hochglanz poliertem Edelstahl. Von außen sehen die Reflexionen schon atemberaubend aus. Aber wenn man durch den "Bogen" hindurch geht, ist man ganz schön verwirrt. Zum Einen kann man nicht zählen, wie oft man eigentlich sein Spiegelbild sieht und zum Anderen fällt einem erst später auf, dass jedes Spiegelbild auch noch seitenverkehrt ist.


Danach machten wir uns weiter auf die Suche nach Al Capone und einer Pizza im original Chicago-Style. Beides haben wir aber nicht gefunden. :(
Dafür konnten wir die vielen heiratswütigen Pärchen beobachten, die mit ihren Fotografen und Kameramännern auf der Jagd nach den besten Motiven waren. So haben wir uns dann noch den Rest des Grant Park und die darin enthaltene Buckingham Memorial Fountain angeguckt.


Gegen vier Uhr Ortszeit haben wir Chicago verlassen und uns weiter in Richtung Atlantik gemacht.
Die Nacht haben wir auf einem Campground in Granger, Indiana verbracht. Es war dort im ersten Moment etwas merkwürdig, als wir noch vor der Schranke von einem Polizisten angehalten wurden.
Wie wir bei der Anmeldung erfahren konnten, haben wir uns da wohl den falschen Platz zur falschen Zeit gesucht. Es gab nämlich ein großes Footballspiel an diesem Tag und die ganzen Fans mussten ja nun auch irgendwo unterkommen. Die waren aber alle recht friedlich ;) und somit haben wir die Nacht dort auch sicher verbringen können.