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Samstag, 28. August 2010

First Landing State Park - So haben wir uns das vorgestellt

Nach einem zwei stündigen Einkauf bei WalMart (riesige Halle, so große Auswahl - und, was brauch man denn alles zum Campen?) und einer Fahrt von ungefähr 70 Meilen sind wir ohne weitere Zwischenfälle in Virginia Beach angekommen. Um gleich den richtigen Weg zu finden, fand der erste Stopp im Virgina Beach Visitors Center statt. Die Damen dort waren sehr nett und wir konnten ihnen ein paar lustige Minuten verschaffen.

Zum Einen, weil ich nach einer Genehmigung für die State Parks gefragt habe, die in einem dieser tollen, aber auch benutzerunfreundlichen Tourbooks erwähnt wurde, aber irgendwie nicht bekannt war. Zum Anderen weil Robert unsere Situation vom Vortag erzählt hat (Schlafen im Auto nein, im Zelt ja), mittlerweile auch schon bekannt war, dass wir aus Germany sind, und dann plötzlich die "witzige" Idee aufkam beim nächsten Mal einfach zu sagen, dass wir so ein Auto in Deutschland als Wohnmobil bezeichnen oder halt wahlweise auch als Zelt!

Wat n Witz!!

Naja, dann ging es aber weiter zum "First Landing State Park". Nach einer kurzen Anmeldung (Zum Glück waren noch Plätze für zwei Übernachtungen frei) ging es dann rein in den Wald! Asphaltierte Wege, in gewissen Abständen rechts und links Lücken für die Autos und dahinter ne Bank mit Grillplatz. Da hat's dann auch nicht lange gedauert, bis wir das Auto abgestellt, unsere Badehosen angezogen hatten und am Strand lagen.

Strand, mit Ausblick auf ...
Schiffe, um nicht zu sagen Frachter. Es ist zwar ein etwas ungewöhnliches Bild, aber bei, ich schätze mal (obwohl ich sowas ja garnicht kann) 26°C Wassertemperatur im Atlantik, ist das dann auch egal gewesen. Also hieß es hinein ins tiefere Wasser. Aber worauf achten denn die Anderen so, beim ins Wasser gehen? Quallen? Also haben auch wir unser Tempo gedrosselt. Nach einigen Schritten, hab ich sie dann entdeckt: Krebse.



Das sind schon lustige Tierchen (siehe oben stehendes Video) und im Wasser muss man dazu noch aufpassen, dass man nicht auf einen drauf tritt. (War keine Absicht, und zum Glück hat er nicht gekniffen.) Auch Seeteufel, oder wie diese hübschen Tierchen heißen, muss es hier geben, immerhin liegen einige von ihnen (die, welche nicht mehr unter uns weilen) am Strand herum.



Als sich dann gegen Abend noch Delfine (Video) vor der Küste ihr Abendbrot genehmigten (Fische schwimmen hier auch rum, die springen sogar 2 - 3 mal hintereinander in ihrer Bahn aus dem Wasser) war das, zusammen mit dem Sonnenuntergang ein perfekter Abschluß des Tages. Diese flinken Springer bieten auch Nahrung für Pelikane.


Das einzige, was die ganze Stimmung über den gesamten Abend immer wieder ein bisschen zerstört hat sind die Übungsflüge der US Navy gewesen, aber so ist das halt, wenn man die Naval Station Norfolk und die Langley Air Force Base genau neben sich hat.

So, und das soll es von diesem Standort gewesen sein! Lasst es euch gut gehen! Wir werden diesen Ratschlag auf jeden Fall befolgen.

Donnerstag, 26. August 2010

Sightseeing in Washington DC

Nach einer recht kurzen Nacht ging es gestern früh also in die Innenstadt von Washington. Da wir schon um 7 Uhr da waren, konnten wir auch direkt in der Nähe des Weißen Hauses parken. Somit war das auch unsere erste Station des Tages.


Leider war nicht all zu viel zu erkennen davon, da man an die interessanten stellen aufgrund von Absperrungen und bewaffneter Wachleute nicht mehr herankommt. Vom Weißen Haus aus ging es dann über die Straße zum Washington Monument, bei dem dann auch die Sonne das erste mal seit ein paar Tagen (wir hatten auch auf der Fahrt nach Washington noch starken Regen) wieder zum Vorschein kam.


Da die Städte hier doch nicht so groß sind, wie man immer denkt und wie sie auf den Karten aussehen, konnten wir auch noch die anderen wichtigen Sehenswürdigkeiten mitnehmen: Das Lincoln Memorial und das Kapitol.





Zwischendurch haben wir auch noch einige andere bekannte Gebäude mitgenommen, wie das J. Edgar Hoover Building (FBI-Zentrale), was aber nicht wirklich ansehnlich war. Oder zumindest nicht meinen Vorstellungen von einer ansprechenden Architektur entsprach.
Ansonsten ist vor allem auffällig, wie schnell diese Stadt gewachsen ist. Ohne groß auf Kontinuität zu achten sind da die verschiedensten Baustile durcheinander geworfen. Vor allem griechische Architektur mit den großen Säulen ist zu finden (s.o.), aber direkt daneben auch gleich mal ein Museum im Stile der Romantik. Und gegenüber dann ein moderner Glasbetonbau... Irgendwie gewöhnungsbedürftig.
Insgesamt ist Washington aber ne hübsche Stadt. Ist nicht so groß und laut wie New York und hat viele hübsche Ecken.


Was den Amerikanern hier wirklich fehlt, ist Kreativität in der Namensgebung. Die meisten Städtenamen gibt es schon in Europa oder mehrmals in verschiedenen Bundesstaaten und von Straßen will ich eigentlich gar nicht erst anfangen. Ich tu's aber trotzdem. ;) Die werden hier nämlich entweder nummeriert (New York), mit Buchstaben bezeichnet (Washington) oder sie heißen überall gleich: An einer Elm Street sind wir schon mindestens fünf mal vorbeigekommen... Na ja, andere Länder, andere Sitten, wie man so schön sagt.

Am Nachmittag ging's dann weiter in Richtung Süden und diesmal auf zu einem Zeltplatz. Auf dem Weg haben wir dann noch bei einem original amerikanischen Diner (Mary's Diner) halt gemacht, wo Ron auch gleich seinen Kaffee dreimal kostenlos nachfüllen ließ...
Es war wirklich lecker und nach diesen Burgern werden wir McDonalds sicher nicht mehr aufsuchen. Weder hier, noch in "good old germany".
Als wir dann um 8 an dem Zeltplatz ankamen wurde uns erst einmal gesagt, dass wir nicht einfach im Auto übernachten könnten und doch bitte weiterfahren sollten. Nicht mal nen Campingwagen-Stellplatz wollten sie uns überlassen. :(
Also ging es noch ein Stück weiter auf dem Highway 17 entlang bis wir an einem kleineren Hotel halt gemacht haben. Das war zwar nicht so ganz, was wir uns vorgestellt hatten, dafür konnten wir aber erst einmal bei 25° Lufttemperatur in den Pool springen! Das hatte auch schon was.

So und jetzt geht es ausgeschlafen und mit gutem Frühstück weiter in Richtung Virginia Beach zum Baden und chillen am Strand...

Man sieht sich, bis später und viele Grüße!

Die erste Nacht im Auto

Vorgestern sind wir in aller Gemütlichkeit bei Micha aufgebrochen, um unseren Trip durch die Staaten richtig zu beginnen. Nach morgendlichem Sachen Waschen und zusammen Packen, waren wir gegen 11 Uhr auf der Straße.
Um die Campingplätze im Südwesten der USA zu sichten, mussten wir zunächst einen AAA Store in Maryland anfahren. Die nette Dame aus dem Store konnte uns auch direkt mit den gesamten Karten für unseren Weg nach Florida versorgen. Mit dem Stapel Karten, Tour- und Campingbüchern beladen haben wir uns erst mal auf die Suche nach einem Outdoor-Geschäft gemacht. Dies gestaltete sich allerdings schwierig. Trotz riesiger Mall war nichts dergleichen aufzutreiben. Für alle, die noch nicht hier waren: die Malls sind absolut gigantisch hier. Bel Air ist nicht gerade übermäßig groß, besitzt aber Einkaufsmöglichkeiten, die man in mancher deutscher Großstadt nicht findet.
Zum Glück findet man hier fast überall offene W-LAN Netze, sodass wir im Internet nach einem vernünftigen Outdoor-Laden Ausschau halten konnten. Gefunden haben wir auch einen, der allerdings kurz vor Washington lag und um 21 Uhr schließen sollte. Das Navi zeigte uns eine Ankunftszeit von 20:43 Uhr...
Nichtsdestotrotz haben wir es geschafft und die Verkäuferin hat auch noch mehr als eine halbe Überstunde gemacht, um uns mit allem Nötigen zu versorgen. Mit neuen Schlafsäcken und Matratzen bewaffnet haben wir uns dann erst einmal noch etwas zu Essen besorgt und das Auto für Übernachtungen fertig gemacht und anschließend ging es weiter Richtung Washington. Mittlerweile war es auch schon nach Mitternacht, sodass ein anfahren von einem Campingplatz nicht mehr möglich war. Nachdem wir noch eine Weile mit uns gerungen haben und dabei weiter Richtung Washington Zentrum kamen, fiel die Entscheidung einfach in dem Vorort zu Parken und es uns im Auto gemütlich zu machen. Das war zwar nicht ganz legal, aber billig und wir konnten früh zeitig weiterfahren. Somit ging es Gestern früh 6:30 Uhr wieder hinters Steuer und ab in die Innenstadt von Washington.

Und damit weiter zum nächsten Post ;)

Dienstag, 24. August 2010

Na geht doch!

Ich kann es noch immer nicht glauben!
Nachdem wir ja nun am Freitag diesen Stress mit dem Auto am JFK hatten, hat sich die Lage vor einigen Stunden mal so ins komplette Gegenteil gekehrt!

Wir waren bei Hertz, hier in New Haven um einen zusätzlichen Fahrer eintragen zu lassen!

Und? Was soll ich sagen, nach gefühlten fünf Minuten gingen wir beide mit einem fetten Lachen im Gesicht aus dem Gebäude! Nicht nur, weil es kein Problem war, sondern, weil wir hier, anders als erwartet, das Ganze "für 'n Äppel und 'n Ei" bekommen haben.

Nachdem unser Grinsen nachgelassen hatte, ist Robert mit dem super coolen, riesigen Auto nach Branford gefahren (ich war natürlich auch mit dabei), damit wir uns bei der American Automobile Association (AAA) die für mich, Dank meiner Mitgliedschaft beim ADAC, kostenlosen Karten und Tourbooks abholen konnten. Nun können wir uns auch endlich mal auf einer Karte der gesamten USA eine grobe Route zurechtlegen, denn alles was das betrifft habe/n ich/wir zu Hause liegen gelassen.


Um das Glücksgefühl weiter zu genießen und uns die Umgebung anzugucken, sind wir ein bisschen durch die Gegend "gecruist" mit dem Wunsch, den Atlantik zu sehen. Gelandet sind wir dann am Hafen von Branford neben welchem sich ein kleiner Park befindet. Typisch amerikanisch gibt es dort gleich neben jeder Sitzgruppe ein festen Grillplatz!

Dann ging es zurück zu Micha, Auto abgestellt und zu Fuß in Richtung Uni. Also Yale hat man ja bestimmt schon in so einigen Filmen o.ä. gesehen, aber irgendwie hab ich mir das alles ein bisschen mehr bewachsener vorgestellt. Und alt sind die Häuser auch nicht wirklich, ist halt nur so gebaut! Aber es sieht trotzdem sehr schön aus und man findet viele kleine versteckte idyllische Fleckchen. Beeindruckt hat mich die "Beinecke Rare Book and Manuscript Library". Nicht nur, dass es dort eine Gutenberg Bibel zu sehen gibt, sondern auch die gesamte Architektur der Bibliothek hat mich fasziniert. Es gibt keine Fenster und Tageslicht kommt nur durch ca. 2,5 cm dicke Marmorplatten ins Gebäude.



Gegen Abend sind wir dann mit Micha auf den East Rock geklettert, um bei Dämmerung den Ausblick über New Haven zu genießen.

Mit diesem Bild will ich mich erst einmal verabschieden. Morgen solle es Richtung Washington gehen!

Gehabt euch wohl!   Tschöö!   Und bis später ;)!

Montag, 23. August 2010

eingebettete Videos

Hallo alle miteinander,
ab sofort wird es auch von Zeit zu Zeit in unser Blog eingebettete Videos geben. Wir werden in den Posts darauf hinweisen, aber ein erster Versuch ist schon mit zwei Videos von unserer Whalewatching-Tour unternommen. Die Videos sehen zunächst wie harmlose Bilder aus. Nach einem Klick darauf, öffnet sich aber ein Fenster mit dem Videoplayer.

So, enjoy the show!

Sonntag, 22. August 2010

Whalewatching in Boston

Guten Morgen alle miteinander!

Ein super Tag liegt hinter uns. Nach dem Stress von vorgestern, haben wir unser Auto erst mal stehen lassen. Statt dessen durfte Melanie mit ihrem eigenen Auto das Taxi spielen. Micha und Mel hatten sich für uns schon was echt tolles zurückgehalten. Es sollte zum Wale angucken nach Boston gehen. So mussten wir etwas zeitiger aufstehen als die letzten Tage. Ohne großes Frühstück ging es zu fünft (Mel, Micha, Ron, ich und Roslin, eine Freundin aus Michas Labor) um 8:30 Uhr nach Boston.

Um 12:30 Uhr wollten wir eine Whalewatching-Tour erwischen, was uns ausreichend Zeit für die Fahrt ließ. Daher wurde auch noch an der Interstate angehalten um Ron den täglichen Kaffee und den Anderen Kaffee und Frühstück zu besorgen. Nach 3-stündiger Fahrt sind wir pünktlich in Boston angekommen, um dort zu erfahren, dass alle Touren bis 17:30 Uhr ausgebucht wären. Um aber nicht unverrichteter Dinge zurückzufahren, entschieden wir uns, die 5 Stunden Wartezeit bei einem Fußmarsch durch Boston zu vertreiben. Daran sind Ron und ich ja schon gewöhnt. ;)
Boston ist wirklich eine hübsche Stadt und jedem zu empfehlen. Es ist nicht so riesig wie New York und hat eine interessante Mischung aus älteren und neuen Gebäuden.


Am Nachmittag sind wir dann noch in eine kleinere Taverne im Hafen eingekehrt, in der original Bostoner Muschelsuppe verzehrt wurde. Ich hab mich allerdings mit ebenfalls leckeren Mozzarella Sticks zufrieden gegeben...

Anschließend ging es aufs Boot zur Tour Richtung Atlantik. Die Fahrt bis zu den Wal-Gebieten dauerte 1,5 Stunden, auf dem doch schon recht schnellen Katamaran. Der Fahrtwind war auf jeden Fall nicht zu verachten:


Da Micha und Mel schon mal eine Tour gemacht haben, auf der sie keinen einzigen Wal zu Gesicht bekommen haben, hatten wir gemischte Gefühle auf der Fahrt ins offene Wasser. Allerdings war es ein Glücksfall, dass wir keine frühere Tour bekommen haben, denn so konnten wir dutzende Buckelwale beobachten. Diese Riesen sind wirklich beeindruckend. Wir hatten Wale direkt neben unserem Boot, die Luft ausgeblasen, ihre Schwanzflossen in die Luft gestreckt und uns ihre riesigen Rücken gezeigt haben. Und direkt neben unserem Platz auf dem Boot hat sich einer der Wale im Wasser gedreht und uns seinen Bauch gezeigt. Es war also eine überaus erfolgreiche Tour zu den Walen.




Da es zwischendurch auch schon dunkel wurde, konnten wir auf dem Rückweg noch die Skyline Bostons bei Nacht bewundern. Wirklich schön, aber seht selbst:



Jetzt sind wir zurück bei Micha, ausgeschlafen, um heute einen etwas chilligeren Tag am Atlantik zu verbringen. Ich freu mich schon drauf!

Viele Grüße!