Frisch, munter und ausgeschlafen ging es fort aus dem Death Valley in Richtung Joshua Tree National Park (NP), den wir auf unserem Weg zum Pazifik noch mitnehmen wollten.
Unterwegs sind wir, vorbei an wundersamen Landschaften, auf einer etwas bekannteren Straße gelandet: der Route 66. Allerdings schien sie an dieser Stelle nicht mehr vielen Leuten bekannt zu sein, da wir erst an einigen völlig verwahrlosten Gebäuden vorbei kamen und dann eine schon länger nicht mehr instand gehaltene Straße entlang fuhren. Autos kamen uns auf den 40 Meilen, die wir da entlang fuhren nur 3 entgegen und so bot sich genug Zeit anzuhalten und das "Route 66"-Zeichen auf der Straße zu fotografieren.
Das zweite Sehenswerte auf dieser Fahrt war der Amboy-Crater, von dem wir glaubten, dass er von einem Meteor stammt. Woher denn auch sonst? Außerdem sah auch alles danach aus: geschmolzenes Gestein, in Hügeln aufgetürmt, scheinbar in eine Richtung vom Einschlagspunkt aus über die Ebene verteilt. Nur der kleine Berg mittendrin passte irgendwie nicht so recht ins Bild und so fuhren wir da hin.
An dem kleinen Besucherparkplatz war dann zu erfahren, dass es kein Meteoriten-Krater war, sondern ein Vulkan. Hm...
Um den Krater noch genauer zu betrachten und wir noch etwas Zeit hatten sind wir dennoch in Richtung des Berges durch die Wüstenlandschaft mit dem aufgewühlten, schwarzen Steinen gewandert. Auf dem Gipfel angekommen machte sich dann schon etwas Enttäuschung breit, da der "Krater" nur etwa fünf Meter tief war. Nach einer halben Runde herum und einer kleinen Pause auf dem Gipfel ging es dann zurück. Und da der Berg ja nicht sonderlich hoch war und man erst um ihn herum wandern musste, um zu dem Pfad hinauf zu gelangen, entschied ich mich, den direkten Weg hinunter zu nehmen.
Ron folgte mir nicht sonderlich begeistert von dieser Aktion. Und es stellte sich heraus, dass es von oben auch einfacher und weniger hoch aus sah, als es wirklich war. So mussten wir über kleine teilweise scharfkantige Lavagesteinsbrocken hinunter ins Tal. Nach oben war schon nach ein paar Metern nicht mehr möglich, da alles am Rutschen war und so bewegten wir uns größtenteils rutschend durch Staub, ausgewaschene Rinnen und loses Gestein ins Tal.
Glücklicherweise sind wir bis auf kleinere Blessuren und Schrammen heil unten angekommen. Eine Zeitersparnis war es am Ende auch nicht, aber im Rückblick zumindest recht lustig und wieder eine Erfahrung mehr. Zum Ausgleich gab es dann aber noch eine bunte Regenwolke zu sehen.
Leicht verstaubt ging es dann, nach drei Tagen ohne Dusche, weiter zum Campingplatz vor dem Joshua Tree NP, wo der Pool zwar leider schon geschlossen hatte, wir aber für die Duschen nichts bezahlen mussten. Das wurde dann auch erst einmal gründlich ausgenutzt...
Samstag, 2. Oktober 2010
Freitag, 1. Oktober 2010
Regen im Tal des Todes
Dank der durchgemachten Nacht und der Fahrt am frühen Morgen, sind wir am Visitor Center des Death Valley noch vor dessen Öffnung und Sonnenaufgang angekommen.
Also konnten wir getrost die Restrooms benutzen um uns die Nacht aus dem Gesicht zu waschen und uns dann um die leeren Akkus unserer Kameras kümmern. Nebenbei war ein wenig Chillen angesagt, um ein dem Körper vor dem anstrengenden Tag ein bisschen Ruhe zu gönnen. Dafür habe ich mich auf eine Bank auf der Wiese neben dem Center verkrümelt. Als ich da so lag, kam etwas aus dem Gebüsch. Da ich meine Augen nicht richtig öffnen konnte und das Tierchen (soviel stand schon einmal fest) auch klein und etwas weiter weg war, ging ich zurück zum Parkplatz um meine Kamera zu holen. Zum Glück war der Hase auch noch da als ich, Dank Zoom die Lage überblicken konnte und ließ sich das saftige frische Gras schmecken. Ich legte mich dann wieder hin, um meine Augen ein wenig zu entspannen. Auf einmal rannte etwas an mir vorbei und ich konnte nur noch erkennen, wie etwas Größeres den kleinen schnelleren Hasen um die Ecke des Strauchs gescheucht hatte. Erst dachte ich es seien Hund gewesen. Doch wie sich kurze Zeit später herausstellte, waren es mal wieder Kojoten auf der Suche nach etwas Nahrhaftem.
Die gaben dann auch keine Ruhe und haben sich von mir nicht davon abhalten lassen die Spur ihrer verlorenen Beute durch das Geäst zu verfolgen. Die waren echt hartnäckig und haben es dann auch noch einmal geschafft den Hasen aus seinem Versteck zu verscheuchen. Aber bei den Haken, die er geschlagen hat, hatten die beiden "Großen" keine Chance.
Also, da war sie wieder die Natur. Aber irgendwie nicht ganz so tot, wie ich mir das gedacht hatte. Nachdem wir uns im Visitorcenter mit genügend Infos eingedeckt hatten, fuhren wir mit dem Auto los, in Richtung einer der höher gelegenen Campingplätze, um diesen zu begutachten und dort auch gleich zu frühstücken. Dabei konnten wir aber nicht an einem kurzen Wanderweg zum Salt Creek vorbeifahren. Wir machten dort also einen Stopp, um auch gleich noch ein Stück der Natur zu erleben, in dem sich hin und wieder mal ein kleiner Fluss tummelt.
Aber so richtig tot sah es da auch nicht aus. Gut, an dieser Stelle kam mir dann auch wieder in den Kopf, dass das Death Valley ja nur Tal des Todes heißt, weil dort 1849 ein Mensch und einige Tiere beim Durchqueren dieses Gebietes gestorben sind. - Also es gibt hier auch Leben.
Am Campingplatz angekommen, konnten wir schon gleich von der Straße aus erkennen, dass es ein sehr primitiver ist. Das störte uns aber nicht, da wir damit schon gerechnet hatten. Zumindest sollte er laut Infos Wasser haben und die Häuschen vom Rastplatz nebenan hatten sogar Wasserspülung. Dusche? Wozu, für eine oder zwei Nächte geht es auch ohne und immerhin war der Platz kostenlos.
Wir haben uns dann auf den Rastplatz gestellt um unsere Energiereserven aufzufüllen. Die der Akkus konnten wir hier leider nicht weiter laden, da es nur Steckdosen ohne Strom gab.
Nachdem wir das erledigt hatten, ging es zurück ins Tal, um durch die Mesquite Flat Sand Dunes zu laufen. Irgendwie war es aber auch komisch. Wir hatten Wolken!
Wie wir dann dort so durch den Sand gelaufen sind, bei dem man hinter jedem Hügel irgendwie ein Meer erwarten hätte können, fing es auf einmal an zu regnen. Gut, jetzt nicht gerade ein Guss, aber es sind Tropfen auf dem Boden gelandet. Und das hier, in der Wüste. Das kann halt nicht jeder berichten, der hier gewesen ist!?
Danach ging es weiter (natürlich mit dem Auto, denn die Temperaturen lagen schon bei rund 30°C und das Tal ist riesig) zum Golfplatz des Teufels.
Hier musste man echt richtig vorsichtig laufen, denn die so hübsch aussehenden Salzkristalle waren steinhart und scharfkantig. Einmal abgerutscht kann man sich da leicht Schnittwunden und Knochenbrüche zuziehen. Nach einer kleinen Wanderung in den ausgetrockneten Salzsee "Badwater",
dem tiefsten Punkt der USA (86m unter dem Meeresspiegel), ging es ein Stück zurück über den Artists Drive
zum Golden Canyon. Dafür haben wir mal wieder die richtige Zeit abgepasst, denn während die Sonne sich langsam dem Horizont näherte, leuchteten die Felsen als wären sie aus purem Gold.
Den richtigen Sonnenuntergang konnten wir dann auf dem 1669 m hohen Dantes View erleben.
Dazu gesellte sich auf der gegenüberliegenden Seite eine echt tolle Wolkenfront, bei welcher man mal eine Regenwolke vom obersten Punkt bis zum Tropfen betrachten konnte.
Bei Dunkelheit ging es dann zurück zum Campingplatz und nach dem Abendbrot ab ins Bett, um den nun doch dringend nötigen Schlaf nachzuholen.
Also konnten wir getrost die Restrooms benutzen um uns die Nacht aus dem Gesicht zu waschen und uns dann um die leeren Akkus unserer Kameras kümmern. Nebenbei war ein wenig Chillen angesagt, um ein dem Körper vor dem anstrengenden Tag ein bisschen Ruhe zu gönnen. Dafür habe ich mich auf eine Bank auf der Wiese neben dem Center verkrümelt. Als ich da so lag, kam etwas aus dem Gebüsch. Da ich meine Augen nicht richtig öffnen konnte und das Tierchen (soviel stand schon einmal fest) auch klein und etwas weiter weg war, ging ich zurück zum Parkplatz um meine Kamera zu holen. Zum Glück war der Hase auch noch da als ich, Dank Zoom die Lage überblicken konnte und ließ sich das saftige frische Gras schmecken. Ich legte mich dann wieder hin, um meine Augen ein wenig zu entspannen. Auf einmal rannte etwas an mir vorbei und ich konnte nur noch erkennen, wie etwas Größeres den kleinen schnelleren Hasen um die Ecke des Strauchs gescheucht hatte. Erst dachte ich es seien Hund gewesen. Doch wie sich kurze Zeit später herausstellte, waren es mal wieder Kojoten auf der Suche nach etwas Nahrhaftem.
Die gaben dann auch keine Ruhe und haben sich von mir nicht davon abhalten lassen die Spur ihrer verlorenen Beute durch das Geäst zu verfolgen. Die waren echt hartnäckig und haben es dann auch noch einmal geschafft den Hasen aus seinem Versteck zu verscheuchen. Aber bei den Haken, die er geschlagen hat, hatten die beiden "Großen" keine Chance.
Also, da war sie wieder die Natur. Aber irgendwie nicht ganz so tot, wie ich mir das gedacht hatte. Nachdem wir uns im Visitorcenter mit genügend Infos eingedeckt hatten, fuhren wir mit dem Auto los, in Richtung einer der höher gelegenen Campingplätze, um diesen zu begutachten und dort auch gleich zu frühstücken. Dabei konnten wir aber nicht an einem kurzen Wanderweg zum Salt Creek vorbeifahren. Wir machten dort also einen Stopp, um auch gleich noch ein Stück der Natur zu erleben, in dem sich hin und wieder mal ein kleiner Fluss tummelt.
Aber so richtig tot sah es da auch nicht aus. Gut, an dieser Stelle kam mir dann auch wieder in den Kopf, dass das Death Valley ja nur Tal des Todes heißt, weil dort 1849 ein Mensch und einige Tiere beim Durchqueren dieses Gebietes gestorben sind. - Also es gibt hier auch Leben.
Am Campingplatz angekommen, konnten wir schon gleich von der Straße aus erkennen, dass es ein sehr primitiver ist. Das störte uns aber nicht, da wir damit schon gerechnet hatten. Zumindest sollte er laut Infos Wasser haben und die Häuschen vom Rastplatz nebenan hatten sogar Wasserspülung. Dusche? Wozu, für eine oder zwei Nächte geht es auch ohne und immerhin war der Platz kostenlos.
Wir haben uns dann auf den Rastplatz gestellt um unsere Energiereserven aufzufüllen. Die der Akkus konnten wir hier leider nicht weiter laden, da es nur Steckdosen ohne Strom gab.
Nachdem wir das erledigt hatten, ging es zurück ins Tal, um durch die Mesquite Flat Sand Dunes zu laufen. Irgendwie war es aber auch komisch. Wir hatten Wolken!
Wie wir dann dort so durch den Sand gelaufen sind, bei dem man hinter jedem Hügel irgendwie ein Meer erwarten hätte können, fing es auf einmal an zu regnen. Gut, jetzt nicht gerade ein Guss, aber es sind Tropfen auf dem Boden gelandet. Und das hier, in der Wüste. Das kann halt nicht jeder berichten, der hier gewesen ist!?
Danach ging es weiter (natürlich mit dem Auto, denn die Temperaturen lagen schon bei rund 30°C und das Tal ist riesig) zum Golfplatz des Teufels.
Hier musste man echt richtig vorsichtig laufen, denn die so hübsch aussehenden Salzkristalle waren steinhart und scharfkantig. Einmal abgerutscht kann man sich da leicht Schnittwunden und Knochenbrüche zuziehen. Nach einer kleinen Wanderung in den ausgetrockneten Salzsee "Badwater",
dem tiefsten Punkt der USA (86m unter dem Meeresspiegel), ging es ein Stück zurück über den Artists Drive
zum Golden Canyon. Dafür haben wir mal wieder die richtige Zeit abgepasst, denn während die Sonne sich langsam dem Horizont näherte, leuchteten die Felsen als wären sie aus purem Gold.
Den richtigen Sonnenuntergang konnten wir dann auf dem 1669 m hohen Dantes View erleben.
Dazu gesellte sich auf der gegenüberliegenden Seite eine echt tolle Wolkenfront, bei welcher man mal eine Regenwolke vom obersten Punkt bis zum Tropfen betrachten konnte.
Viva Las Vegas
Nach einem kurzen Tankstopp, um das Auto noch einmal richtig zu füttern und einem weiteren Halt um uns mit genügend Wasser für die nächsten Tage einzudecken, sind wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang am Las Vegas Boulevard, dem "Strip", angekommen.
Günstig war, dass man hier überall (zumindest bei den großen Casinos) kostenlos parken kann. So haben wir uns entschieden, das Auto direkt am Four Seasons im Süden vom Strip abzustellen. Da wir das aber nicht gleich gefunden haben, sind wir dann auf dem Parkplatz des Mandalay Bay Convention Centers gelandet.
Das war auch gut, denn zum Parken, Umziehen, Zähneputzen & Co hat es völlig ausgereicht.
Dann ging es los.
Erst einmal ein kleines Stück zurück, um die berühmte Welcome To Las Vegas Leuchtreklame zu dokumentieren. Schon beim Reinfahren in die Stadt, sind wir daran vorbei und konnten sehen, wie davor sogar Hochzeitsfotos geschossen wurden - was für ein Menschenauflauf. Als wir dann zu Fuß dort ankamen, konnten wir auch noch drei "hübsche" Models beobachten, die mit ihrem Botox-Lächeln und Highheels den schönen Rasen vor dem Schild als Catwalk missbraucht haben.

Danach ging es bei Dämmerung wieder zurück Richtung Norden,


Excalibur,

Monte Carlo,
mit dem Ziel eine der atemberaubenden Wassershows des Bellagio mitzunehmen.
Dort angekommen war leicht zu erkennen, das es etwas umsonst gab. Trotzdem haben wir es geschafft uns durch die Massen zu drängeln und somit einen guten Platz für den ersten Eindruck zu ergattern. Ja genau, erster Eindruck. Der war so gut, dass wir uns es nicht nehmen lassen haben, beim Auflösen des Menschenkneuls ein Stück weiter zu laufen und dann gleich noch einmal nach 15 Minuten eine andere Show, aus einem anderen Winkel zu betrachten. - Die zweite Show war dann auch noch viel besser. -
Am Caesars Palace überkam uns dann mal wieder (nachdem wir ihn schon häufiger übergangen hatten - aber nichts finden konnten, was uns zusagte) der Hunger! Und was gab es? Nun ja, wir haben uns dann entschieden, doch nur etwas zum Mitnehmen zu holen - Pizza! War jetzt nicht die Schlechteste und sie hat zumindest den Hunger für den restlichen Abend beruhigt.
Da wir bis zum nächsten Vulkanausbruch vor dem Mirage noch etwas Zeit hatten sind wir ohne längere Stopps zur Treasure Island (TI) gelaufen um uns dort vom Gesang der Sirenen verzaubern zu lassen. Das wollte dann bei mir doch nicht so recht klappen, da ich mir darunter keine Pop-Musical-Show vorgestellt hatte. Aber wenn es umsonst ist! ;)
Hätten wir uns auf dem Weg zum TI, doch mehr Zeit gelassen um einen Blick auf die Schilder vom Vulcano des Mirage zu werfen, hätten wir nicht mehr zurück laufen brauchen. Denn die letzte Vorstellung gab es dort um 23 Uhr und nicht wie wir dachten, at midnight.
In diesem Moment fiel es mir wieder wie Schuppen von den Augen - Zeit!
Der Stratosphere Tower! Ich hatte ganz vergessen, dass ich in diesem tollen Tourbook gelesen habe, dass es da nur in einem bestimmten Zeitraum rauf geht. Also sind wir dann voller Hoffnung und schnellen Schrittes weiter in den Norden gelaufen.
Der Turm ist schon ganz schön weit weg vom großen Geschehen. Aber so konnten wir wenigstens auch noch sehen, dass die Baustelle: "Casinometropole Las Vegas" noch kein Ende in Sicht hat. Im Tower angekommen, ging es dann gleich zur Kasse, wo uns die nette Dame darauf hinwies, dass wir nur noch 25 Minuten hätten. Wieso hat die "nur noch" gesagt? Wie lange sollte denn die Fahrt mit diesem tollen Karussell (Insanity) dauern? Oder ist der Fahrstuhl zu langsam?
Egal! Wir habe dann doch zwei Tickets gekauft, sind hochgefahren, was richtig schnell ging, haben uns oben fast noch verlaufen und nicht den Weg zu unserem Highlight gefunden, aber haben alles geschafft. Es war schon komisch durch die Tür zu kommen. Sonst ist es ja eher andersrum, wenn man aus einem hohen Turm kommt, ist die Luft draußen meistens kühler als drinnen. So aber nicht in Vegas! Die Luft war so warm und trocken, dass ich nicht einmal richtig gröhlen konnte, als der Blick während der Fahrt nur noch nach unten ging!
Nach genügend Zeit für Fotos ging es dann mit Adrenalin vollgepumpt zu Fuß zurück Richtung Süden um noch einen Blick ins Venetian zu werfen.
Dort hatte man scheinbar vergessen das Licht zu dimmen. Denn wir sind bei Tag durch Venedig gelaufen.
Da kann der Körper schon ganz schön durcheinander kommen! Draußen Nacht, drinnen Tag!

Aber, dit sah schon echt schau aus. - Voll der Luxus und so! ;)
Ist ja auch kein Wunder, dass sich die Hotels/Casinos das leisten können. Die müssen ja ein Vermögen haben. Und wenn man mal gesehen hat, wie der Croupier bei Roulette die Chips vom Tisch zusammenkrallt und in ein Loch wirft, bestärkt das nur noch diese Annahme.

Vorbei an Paris-Las Vegas ging es dann zu später Stunde noch ins MGM Grand.
Die Löwen waren leider nicht mehr zu sehen, aber der Tag hatte auch hier noch nicht aufgehört und so gingen immer wieder ein paar Leute ins Studio 54. Wir aber nicht! Wir hatten genug für diese Nacht! Immerhin war das ein Fußmarsch von locker (das heißt jetzt nicht, das es nicht anstrengend war) 15 km.
So ging es zurück zum Auto um dann noch in dieser Nacht ins Tal des Todes zu fahren, denn es war schon gegen fünf, da geht der Ronald doch nicht mehr ins Bett!
Günstig war, dass man hier überall (zumindest bei den großen Casinos) kostenlos parken kann. So haben wir uns entschieden, das Auto direkt am Four Seasons im Süden vom Strip abzustellen. Da wir das aber nicht gleich gefunden haben, sind wir dann auf dem Parkplatz des Mandalay Bay Convention Centers gelandet.
Dann ging es los.
Erst einmal ein kleines Stück zurück, um die berühmte Welcome To Las Vegas Leuchtreklame zu dokumentieren. Schon beim Reinfahren in die Stadt, sind wir daran vorbei und konnten sehen, wie davor sogar Hochzeitsfotos geschossen wurden - was für ein Menschenauflauf. Als wir dann zu Fuß dort ankamen, konnten wir auch noch drei "hübsche" Models beobachten, die mit ihrem Botox-Lächeln und Highheels den schönen Rasen vor dem Schild als Catwalk missbraucht haben.
vorbei am Luxor,
New York - New York,
Monte Carlo,
den Veer Towers ...
mit dem Ziel eine der atemberaubenden Wassershows des Bellagio mitzunehmen.
Dort angekommen war leicht zu erkennen, das es etwas umsonst gab. Trotzdem haben wir es geschafft uns durch die Massen zu drängeln und somit einen guten Platz für den ersten Eindruck zu ergattern. Ja genau, erster Eindruck. Der war so gut, dass wir uns es nicht nehmen lassen haben, beim Auflösen des Menschenkneuls ein Stück weiter zu laufen und dann gleich noch einmal nach 15 Minuten eine andere Show, aus einem anderen Winkel zu betrachten. - Die zweite Show war dann auch noch viel besser. -
Da wir bis zum nächsten Vulkanausbruch vor dem Mirage noch etwas Zeit hatten sind wir ohne längere Stopps zur Treasure Island (TI) gelaufen um uns dort vom Gesang der Sirenen verzaubern zu lassen. Das wollte dann bei mir doch nicht so recht klappen, da ich mir darunter keine Pop-Musical-Show vorgestellt hatte. Aber wenn es umsonst ist! ;)
Hätten wir uns auf dem Weg zum TI, doch mehr Zeit gelassen um einen Blick auf die Schilder vom Vulcano des Mirage zu werfen, hätten wir nicht mehr zurück laufen brauchen. Denn die letzte Vorstellung gab es dort um 23 Uhr und nicht wie wir dachten, at midnight.
In diesem Moment fiel es mir wieder wie Schuppen von den Augen - Zeit!
Der Stratosphere Tower! Ich hatte ganz vergessen, dass ich in diesem tollen Tourbook gelesen habe, dass es da nur in einem bestimmten Zeitraum rauf geht. Also sind wir dann voller Hoffnung und schnellen Schrittes weiter in den Norden gelaufen.
Der Turm ist schon ganz schön weit weg vom großen Geschehen. Aber so konnten wir wenigstens auch noch sehen, dass die Baustelle: "Casinometropole Las Vegas" noch kein Ende in Sicht hat. Im Tower angekommen, ging es dann gleich zur Kasse, wo uns die nette Dame darauf hinwies, dass wir nur noch 25 Minuten hätten. Wieso hat die "nur noch" gesagt? Wie lange sollte denn die Fahrt mit diesem tollen Karussell (Insanity) dauern? Oder ist der Fahrstuhl zu langsam?
Egal! Wir habe dann doch zwei Tickets gekauft, sind hochgefahren, was richtig schnell ging, haben uns oben fast noch verlaufen und nicht den Weg zu unserem Highlight gefunden, aber haben alles geschafft. Es war schon komisch durch die Tür zu kommen. Sonst ist es ja eher andersrum, wenn man aus einem hohen Turm kommt, ist die Luft draußen meistens kühler als drinnen. So aber nicht in Vegas! Die Luft war so warm und trocken, dass ich nicht einmal richtig gröhlen konnte, als der Blick während der Fahrt nur noch nach unten ging!
Dort hatte man scheinbar vergessen das Licht zu dimmen. Denn wir sind bei Tag durch Venedig gelaufen.
Da kann der Körper schon ganz schön durcheinander kommen! Draußen Nacht, drinnen Tag!
Ist ja auch kein Wunder, dass sich die Hotels/Casinos das leisten können. Die müssen ja ein Vermögen haben. Und wenn man mal gesehen hat, wie der Croupier bei Roulette die Chips vom Tisch zusammenkrallt und in ein Loch wirft, bestärkt das nur noch diese Annahme.
Die Löwen waren leider nicht mehr zu sehen, aber der Tag hatte auch hier noch nicht aufgehört und so gingen immer wieder ein paar Leute ins Studio 54. Wir aber nicht! Wir hatten genug für diese Nacht! Immerhin war das ein Fußmarsch von locker (das heißt jetzt nicht, das es nicht anstrengend war) 15 km.
So ging es zurück zum Auto um dann noch in dieser Nacht ins Tal des Todes zu fahren, denn es war schon gegen fünf, da geht der Ronald doch nicht mehr ins Bett!
Donnerstag, 30. September 2010
Baden bei 40°C
Das nächste große Ziel unserer Reise sollte Las Vegas sein. Doch bevor wir uns ins Getummel dieser Stadt stürzten, wollten wir noch den Hoover Damm und den Goldstrike Canyon besuchen.
So ging es also weiter nach Süden und an den Lake Mead zu einem der größten Staudämme der Welt. Der Hoover Damm ist schon echt groß, wobei er in Filmen (Transformers ;) noch größer aussieht. Und ich musste feststellen, im Film wurden auch die ganzen Kabel weggelassen, die die Landschaft dort zerreißen.
Um ein wenig mehr von diesem Bauwerk zu sehen, haben wir auch noch eine Tour ins Innere mitgemacht. Dabei waren wir allerdings etwas knauserig, weshalb es nur eine kurze Tour mit zwei Stopps im Damm gab. Bevor es da hinunter ging, wurde man allerdings erst noch durch das obligatorische Kino geschleust. Mit einem Kurzfilm, dessen Inhalt man auch in der kleinen kostenlosen Broschüre vom Eingang wiederfinden konnte.
Nun ja, anschließend ging es mit dem Fahrstuhl über 200 m in die Tiefe zu den Einlass-Tunnel für das Wasser (auf dem Weg zu den Turbinen) und anschließend zu den Turbinen selbst. In dem riesigen Einlass-Tunnel war die Gewalt des durchfließenden Wassers durch Vibrationen des Bodens körperlich spürbar. Irgendwie unheimlich.
Der zweite Stopp an den Turbinen war dann weniger Spektakulär, wobei es natürlich schon sehr interessant ist diese riesigen Maschinen mit eigenen Augen zu sehen.
Nach dieser 25 minütigen Tour sind wir dann zum Bilder machen noch über den Damm gelaufen und haben uns auf der anderen Seite die Überläufe angeschaut, wo das Wasser bei Flut durch einen Tunnel im Fels am Kraftwerk vorbei fließen kann. Und was für Tunnels: etwa 17 m im Durchmesser verschwindet da die Betonröhre im Berg. Das sieht ein wenig aus wie der Schlund eines riesigen Ungetümes.
Der Uhrzeiger rückte dann unaufhaltsam in Richtung Sonnenuntergang und so fuhren wir weiter zum direkt daneben gelegenen Goldstrike Canyon. Da es allerdings schon relativ spät war, wollten wir uns die Wanderung da durch für den nächsten Tag aufheben. So schauten wir nur mal um die nächsten zwei Ecken, ließen uns von Bergziegen beäugen und haben dann erst mal am Eingang des Canyons auf dem Parkplatz gegessen.
Ich hatte mir dieses Plätzchen eigentlich etwas ruhiger vorgestellt, aber selbst in der Dunkelheit kam noch eine Gruppe Wanderer angefahren und machte sich auf in den Canyon. Nun ja, geschlafen haben wir dennoch dort, für lau, auch wenn die Wanderer mitten in der Nacht zurück kamen und reichlich Lärm veranstalteten. Dazu kam, dass es sich in diesem Canyon über Nacht nicht so sehr abgekühlt hat, was die Nacht recht anstrengend machte.
Am Morgen ging es dann früh raus und nach dem Frühstück (ohne Kaffee!) rein in den Canyon. Das obere, sandige Stück, sind wir dann auch etwas müde und mehr wie Zombies entlang gewandert. Hat man das erst einmal hinter sich gelassen, wird die Wanderung zu einer nicht ganz einfachen Klettertour. Dabei muss man einige Stellen an Felsen entlang klettern, einige Stellen sind nur mit den schon vorhandenen Seilen zu überwinden. Dafür kommt man in einen sehr engen Canyon mit dunklen, zerklüfteten Felsen und - das Beste - heißen Quellen.
An einer Stelle musste man über einen schrägen Felsen rutschen, wobei Ron's Tascheninhalt (Flasche, blaue Murmel) etwas schneller war als er selbst. Unten landete alles erst einmal in einem Wasserbecken...
Also bin ich todesmutig hinein ins klare Wasser und nach einem kurzen Tauchgang war auch die Murmel wieder da. Nachdem ich mich vom Wasser losreißen konnte, ging es weiter in den Canyon hinein und nach zwei weiteren Kletterstellen musste ich Ron wegen Müdigkeit und rutschigen Schuhen zurück lassen.
Ich wanderte noch ein Stück weiter bis hinunter zum Colorado River, der an dieser Stelle sehr klares, türkisblaues Wasser hat. Und nicht so kalt ist, wie im Grand Canyon, weshalb man sich auch ein Stück tiefer ins Wasser hinein wagen kann. Zudem hat man noch einen guten Blick auf die riesige Brücke des neuen Highways am Hoover Damm und dessen untere Ausläufer.
Anschließen ging es zurück, vorbei an einer weiteren heißen Quelle, die großflächig bunte Algenteppiche gebildet hat, über die Steine wieder hinauf zu Ron, der in der Zwischenzeit schon ein Bad im warmen Wasser genossen hatte.
Man konnte dort sogar zwischen zwei unterschiedlich warmen Pools wählen. Einer, der im Moment (im Spätherbst/Winter wird der richtig kalt) nur lau warm war und ein heißer Pool, dessen Wasser eine Temperatur von geschätzten 40°C hatte. Also richtig warme Badewanne ;)
In dem kühleren Pool schien das Wasser so mineralhaltig zu sein, dass man an den Hauträndern (Zehen, Finger, ...) eine Aufspaltung des Lichtspektrums bekam und man überall kleine Regenbögen bzw. Farbauren sah.
Nach ausgiebigem Baden sind wir dann wieder hinauf zum Auto zurück und nach einer kurzen Entspannungs- und Essensphase haben wir uns auf den Weg nach Las Vegas gemacht.
So ging es also weiter nach Süden und an den Lake Mead zu einem der größten Staudämme der Welt. Der Hoover Damm ist schon echt groß, wobei er in Filmen (Transformers ;) noch größer aussieht. Und ich musste feststellen, im Film wurden auch die ganzen Kabel weggelassen, die die Landschaft dort zerreißen.
Um ein wenig mehr von diesem Bauwerk zu sehen, haben wir auch noch eine Tour ins Innere mitgemacht. Dabei waren wir allerdings etwas knauserig, weshalb es nur eine kurze Tour mit zwei Stopps im Damm gab. Bevor es da hinunter ging, wurde man allerdings erst noch durch das obligatorische Kino geschleust. Mit einem Kurzfilm, dessen Inhalt man auch in der kleinen kostenlosen Broschüre vom Eingang wiederfinden konnte.
Nun ja, anschließend ging es mit dem Fahrstuhl über 200 m in die Tiefe zu den Einlass-Tunnel für das Wasser (auf dem Weg zu den Turbinen) und anschließend zu den Turbinen selbst. In dem riesigen Einlass-Tunnel war die Gewalt des durchfließenden Wassers durch Vibrationen des Bodens körperlich spürbar. Irgendwie unheimlich.
Der zweite Stopp an den Turbinen war dann weniger Spektakulär, wobei es natürlich schon sehr interessant ist diese riesigen Maschinen mit eigenen Augen zu sehen.
Nach dieser 25 minütigen Tour sind wir dann zum Bilder machen noch über den Damm gelaufen und haben uns auf der anderen Seite die Überläufe angeschaut, wo das Wasser bei Flut durch einen Tunnel im Fels am Kraftwerk vorbei fließen kann. Und was für Tunnels: etwa 17 m im Durchmesser verschwindet da die Betonröhre im Berg. Das sieht ein wenig aus wie der Schlund eines riesigen Ungetümes.
Der Uhrzeiger rückte dann unaufhaltsam in Richtung Sonnenuntergang und so fuhren wir weiter zum direkt daneben gelegenen Goldstrike Canyon. Da es allerdings schon relativ spät war, wollten wir uns die Wanderung da durch für den nächsten Tag aufheben. So schauten wir nur mal um die nächsten zwei Ecken, ließen uns von Bergziegen beäugen und haben dann erst mal am Eingang des Canyons auf dem Parkplatz gegessen.
Ich hatte mir dieses Plätzchen eigentlich etwas ruhiger vorgestellt, aber selbst in der Dunkelheit kam noch eine Gruppe Wanderer angefahren und machte sich auf in den Canyon. Nun ja, geschlafen haben wir dennoch dort, für lau, auch wenn die Wanderer mitten in der Nacht zurück kamen und reichlich Lärm veranstalteten. Dazu kam, dass es sich in diesem Canyon über Nacht nicht so sehr abgekühlt hat, was die Nacht recht anstrengend machte.
Am Morgen ging es dann früh raus und nach dem Frühstück (ohne Kaffee!) rein in den Canyon. Das obere, sandige Stück, sind wir dann auch etwas müde und mehr wie Zombies entlang gewandert. Hat man das erst einmal hinter sich gelassen, wird die Wanderung zu einer nicht ganz einfachen Klettertour. Dabei muss man einige Stellen an Felsen entlang klettern, einige Stellen sind nur mit den schon vorhandenen Seilen zu überwinden. Dafür kommt man in einen sehr engen Canyon mit dunklen, zerklüfteten Felsen und - das Beste - heißen Quellen.
An einer Stelle musste man über einen schrägen Felsen rutschen, wobei Ron's Tascheninhalt (Flasche, blaue Murmel) etwas schneller war als er selbst. Unten landete alles erst einmal in einem Wasserbecken...
Also bin ich todesmutig hinein ins klare Wasser und nach einem kurzen Tauchgang war auch die Murmel wieder da. Nachdem ich mich vom Wasser losreißen konnte, ging es weiter in den Canyon hinein und nach zwei weiteren Kletterstellen musste ich Ron wegen Müdigkeit und rutschigen Schuhen zurück lassen.
Ich wanderte noch ein Stück weiter bis hinunter zum Colorado River, der an dieser Stelle sehr klares, türkisblaues Wasser hat. Und nicht so kalt ist, wie im Grand Canyon, weshalb man sich auch ein Stück tiefer ins Wasser hinein wagen kann. Zudem hat man noch einen guten Blick auf die riesige Brücke des neuen Highways am Hoover Damm und dessen untere Ausläufer.
Anschließen ging es zurück, vorbei an einer weiteren heißen Quelle, die großflächig bunte Algenteppiche gebildet hat, über die Steine wieder hinauf zu Ron, der in der Zwischenzeit schon ein Bad im warmen Wasser genossen hatte.
Man konnte dort sogar zwischen zwei unterschiedlich warmen Pools wählen. Einer, der im Moment (im Spätherbst/Winter wird der richtig kalt) nur lau warm war und ein heißer Pool, dessen Wasser eine Temperatur von geschätzten 40°C hatte. Also richtig warme Badewanne ;)
In dem kühleren Pool schien das Wasser so mineralhaltig zu sein, dass man an den Hauträndern (Zehen, Finger, ...) eine Aufspaltung des Lichtspektrums bekam und man überall kleine Regenbögen bzw. Farbauren sah.
Nach ausgiebigem Baden sind wir dann wieder hinauf zum Auto zurück und nach einer kurzen Entspannungs- und Essensphase haben wir uns auf den Weg nach Las Vegas gemacht.
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