Auch wenn mir durch die Bewegung nicht mehr kalt war, tat es gut, die wärmenden Strahlen im Gesicht zu fühlen. Im Schein der roten Sonne konnte ich auch noch einmal einen Blick auf die Hot Springs werfen und entschied mich, in diese Richtung zu laufen. War auch richtig. An der Straße angekommen habe ich nämlich einen Wegweiser gefunden, der mich direkt auf den Campingplatz führte.
Nachdem dann alles so weit war, um den großen weg in den Osten anzutreten, ging es ein letztes mal an den Hirschen im Örtchen vorbei. Da haben sich zwei Böcke von ihrer besten Seite gezeigt und sich direkt vor der einzigen Kapelle die es hier gibt duelliert.
Wer gewonnen hat? Keine Ahnung. Unser Weg war noch lang und deshalb machten wir uns weiter in Richtung Northeast Entrance des Yellowstone National Parks. Für diese Strecke haben wir natürlich auch wieder viel länger gebraucht, als das Navi ausgerechnet hatte.
wir natürlich noch beobachten wie diese schwer und unbeweglich wirkenden Tiere "fröhlich spielend" über eine Wiese gesprungen und gerannt sind.
Aufgehalten wurden wir aber auch wieder von am Straßenrand stehenden Autos und Menschen. Hier gab es einen schwarzen Wolf zu sehen, der über Fluss und Wiese seines Weges ging.
Kurz vor dem Ende hat sich uns dann noch einmal ein "Vulkan" bei wirklich schönem Wetter präsentiert.
Der Weg in Richtung Interstate 90 führte uns dann durch eine wirklich fantastische Landschaft hinauf zum 8046 Fuß Meter hohen Dead Indian Pass, wo wir uns vor echt mutigen Streifenhörnchen in Acht nehmen mussten.
Kurz nach dem Berg hat sich vor uns eine große weite Ebene geöffnet, die neben Viehzucht auch landwirtschaftlich genutzt wurde. An diesem Tag war scheinbar Rübenernte angesagt. Und in dieser idyllischen Gegend haben wir einen Ort entdeckt, der gerade mal zehn Einwohner hatte.
Danach waren am Horizont auf einmal mit Schnee bedeckte Berge zu sehen.
Auf unserem nächsten Pass, dem 9666 Fuß hohen Powder River Pass, war es nur sehr frisch, Schnee gab es keinen. Aber Dafür einen atemberaubenden Ausblick bei Sonnenuntergang.
Als die Nacht weiter voran geschritten war und wir auf der rausgesuchten Rest Area nicht nächtigen durften, haben wir uns zum Schlafen hinter einen parkenden LKW bei einer Historical Landmark kurz vor der Grenze zu South Dakota niedergelassen.
Am nächsten Morgen ging es vor dem Frühstück ein Stück weiter um einen vernünftigen Rastplatz zu finden. Angehalten haben wir dann auf dem Parkplatz des Visitor Centers der Jewel Cave. Nach einer ausreichenden
Stärkung stand der Entschluss fest, hier nicht weg zu fahren ohne zuvor einen Blick in die Höhle geworfen zu haben.
Dies war jedoch nicht auf eigene Faust möglich und so nahmen wir an einer 80 minütigen Führung teil. Erst ging es mit einem Highspeed Fahrstuhl in die Tiefe und dann noch durch eine Luftschleuse. Das war mal eine große verzweigte Höhle und fast überall waren die Felsen mit unterschiedlich geformten Kalzitkristallen bedeckt.
Eines der Highlights war eine Formation, die durch schräg von der Wand herunter laufendes Wasser entstanden war und die man hier Bacon (Frühstücksspeck) nannte.
Zurück im Tageslicht kamen wir auf unserem Weg noch am Mount Rushmore vorbei. Schon im Auto mussten wir beide anfangen zu lachen. Wat 'n Witz - Das Ding ist vielleicht klein! Also in den Filmen sah es echt viel riesiger aus.
Aufgrund dieser "Enttäuschung" und der Tatsache, dass man hier zum Parken 10$ hätte blechen müssen, haben die Fotos von der Straße völlig ausgereicht und so ging es nach einem kurzen Stopp weiter.
In Sioux Falls, dem letzten großen Ort an der I 90 vor der Grenze zu Minnesota haben wir uns am Abend einem Campingplatz gesucht. Nachdem wir die warme Dusche ausreichend genossen hatten, auch mal wieder die Wäsche gewaschen war, es etwas zu Essen gab und wir uns genug mit dem lahmen Internet geärgert hatten ging es erschöpft ins Bett.