Falls es in den nächsten Tagen etwas ruhiger wird, hier auf dem Blog, dann bitte nicht wundern. Zwischenzeitlich sind Dinge passiert, die wir hier nicht veröffentlichen werden, uns aber etwas behindern. Aber uns geht es gut soweit, also dranbleiben!
Viele Grüße!
Freitag, 10. September 2010
Donnerstag, 9. September 2010
Tote Hose?!
Die Vormittagssonne genossen wir gestern, indem wir mal wieder in den Atlantik gesprungen sind (müssen das doch nutzen, immerhin geht es bald weg vom großen Wasser in die Prärie). Nachdem wir uns vom warmen Wind trocknen lassen haben, ging es nach einer erfrischenden Dusche im auf 24°C gekühlten Hotelzimmer ab zum Bus um nach South Beach zu gelangen. Eine Haltestelle mussten wir nach dem vorherigen Abend ja nun nicht mehr suchen. Einige Augenblicke später kam dann auch die richtige Linie und nach einer circa 20 minütigen Fahrt haben wir uns entschlossen, den restlichen Weg zu Fuß zu erkundschaften.
Was für eine Fehlentscheidung!
Raus aus dem Bus sind wir erst einmal gegen eine Wand aus schwüler, feuchter Luft gerannt und ein Blick in den Himmel hat uns auch nicht gerade von Sonnenschein überzeugen können. Um uns von der ganzen Sache einen Überblick zu verschaffen (der Blick aufs Meer wurde von hohen Hotelgebäuden blockiert) ging es also auf einer der nächsten Straßen, die auch hier in einem schachbrettartigen Muster von Nord nach Süd und West nach Ost verlaufen, an die Küste. Und siehe da. Wir sind noch nicht einmal bis an den Strand gekommen, da fing es schon wieder an zu Gießen.
Zum Glück hat sich dazu noch ein ganz (für uns in diesem Moment) praktisches Stürmchen gesellt, sodass wir mit dem Rücken an einer Tür, die sich dank ihres stählernden Gewichtes erfolgreich gegen den Wind stellte, relativ Trocken den ersten Schauer überstanden hatten. Nachdem sich die Windstärke etwas reduzierte und der zwischenzeitlich leichte Schauer direkt von Oben auf uns fiel, ging es schnellen Schrittes zurück um die Ecke um unter dem überdachten Eingang eines Hotels das Ende des nächsten Schauers abzuwarten.
Das war schon ganz schön viel Wasser, was da so insgesamt vom Himmel gekommen ist.
Also nutzen wir die Regenpausen um uns weiter Richtung Süden zu kämpfen, was teilweise auch ohne Schuhe besser war.
Nach einigen Zwischenstopps in den Badebekleidungs-/Souvenirgeschäften, die sich in großem Stil auf der Straße präsentierten, verbesserte sich die Wetterlage zumindest so weit, dass wir uns bei "angenehm" schwülen 26°C von der Stadt, der Promenade und dem Strand beeindrucken lassen konnte.

Den Abend haben wir dann noch einmal mit kubanischem Essen ausklingen lassen. Das ist schon echt lecker und ich empfehle jedem (Ja, jedem, auch jenem, der keinen Kaffee mag) nicht die Gelegenheit zu versäumen einen kubanischem Kaffee zu trinken.
Heute ging es ab in die Everglades um mal endlich einen riesigen Alligator zu sehen. Da wir uns entschieden haben, nicht eine dieser typischen Touristentouren mit Alligatorshow mitzumachen, war unser Ziel Everglades City mit dem Eingang zum National Park. Die Tour, die wir uns ausgesucht hatten, nannte sich "Mangrove Wilderness Tour". Da wir bis zum Start noch zwei Stunden totschlagen mussten, ging es noch in das alte Waschhaus von Everglades City, in dem sich jetzt ein kleines Museum befindet.
Nach einem kurzen Fotostopp am Hafen, der völlig leer war, ging es dann zurück zur Rangerstation.
Offensichtlich geht die Saison auch hier erst im Oktober los. Denn obwohl hier der Zugang zum dritt größten Nationalpark der USA liegt, war die Kleinstadt völlig menschenleer.
Auf einem kleinen Boot (für sechs Personen) mit einem amerikanischen Pärchen und dem Ranger starteten wir also voller Hoffnung Richtung Mangrovenwald.
Ich fand das schon irgendwie toll zu sehen, wie diese doch stattlichen Bäume im Laufe der Zeit ohne einen von der Wasseroberfläche zu erkennenden Bodenkontakt ein so dichtes und stabiles Wurzelgebilde entwickelt haben. Gut, der Boden ist auch nicht wirklich zu erkennen.
Zum Einen sieht das Brackwasser (Gemisch aus Süß- und Salzwasser) richtig schwarz aus, zum Anderen erkennt man, wenn die Sonne im richtigen Winkel scheint, nur die roten Blätter der Mangroven. Welche von den Bäumen zur Entsorgung des Salzes geopfert wurden.
Während wir auf der Suche nach Delfinen, Seekühen und Alligatoren waren, konnten wir ein paar Vögel beobachten und haben erfahren, dass man diesen Spinnchen doch nicht allzu nahe kommen sollte. Ihr Gift reiche zwar nicht, um einen Menschen zu töten, könne ihn aber so richtig krank machen. Als dann nach circa einer Stunde am Himmel dunkle Wolken aufzogen, ging der Trip mit dem Boot wieder zurück.
Bevor wir anlegten, bekamen wir dann aber noch einen Insidertipp (nicht von MarcoPolo ;) sonder von James dem Ranger, wo wir eventuell noch auf unsere so heiß ersehnten Tierchen einen Blick werfen könnten. Und das war wirklich ein richtig guter Tipp! Direkt vom Tamiami Trail (erste Straße durch die Everglades von Tamper nach Miami - vom Bau und der Eröffnung gab es einige Sachen im Museum zu sehen) ging der H.P. Williams Roadside Park ab.
Am Anfang davon befindet sich ein kleiner Steg am Ufer eines kleinen Flusses, den man zu Fuß begehen konnte. Erst haben wir nur ein knacken der Äste und Wasserplatschen aus dem Wald gegenüber gehört. Doch dann, nach einigen Minuten, hat er sich blicken lassen.
Ein wirklich beeindruckendes, gewaltiges Tier, was da auf uns zu geschwommen ist.
Nach einer Weile kam dann auch noch einmal das Paar von der Bootstour auf den Steg und meinte, das es sich wirklich lohnt auch noch die Straße mit dem Auto abzufahren, was wir dankend taten. Also man stelle sich einen schlammigen Sandweg mit schönen Schlaglöchern vor, auf der linken Seite sind Einfahrten zu Häusern und auf der rechten der Fluss, der dank der letzten Regengüsse teilweise übers Ufer getreten ist. Und da waren sie!
Zwar etwas kleiner, aber so nah!
Atemberaubend, diese wilden Tiere so nah zu sehen.
Was für eine Fehlentscheidung!
Raus aus dem Bus sind wir erst einmal gegen eine Wand aus schwüler, feuchter Luft gerannt und ein Blick in den Himmel hat uns auch nicht gerade von Sonnenschein überzeugen können. Um uns von der ganzen Sache einen Überblick zu verschaffen (der Blick aufs Meer wurde von hohen Hotelgebäuden blockiert) ging es also auf einer der nächsten Straßen, die auch hier in einem schachbrettartigen Muster von Nord nach Süd und West nach Ost verlaufen, an die Küste. Und siehe da. Wir sind noch nicht einmal bis an den Strand gekommen, da fing es schon wieder an zu Gießen.
Das war schon ganz schön viel Wasser, was da so insgesamt vom Himmel gekommen ist.
Also nutzen wir die Regenpausen um uns weiter Richtung Süden zu kämpfen, was teilweise auch ohne Schuhe besser war.
Nach einigen Zwischenstopps in den Badebekleidungs-/Souvenirgeschäften, die sich in großem Stil auf der Straße präsentierten, verbesserte sich die Wetterlage zumindest so weit, dass wir uns bei "angenehm" schwülen 26°C von der Stadt, der Promenade und dem Strand beeindrucken lassen konnte.
Dabei ist es schon ein wenig ungewohnt gewesen, eine fast menschenleere Touristenmetropole zu erleben.
Den Abend haben wir dann noch einmal mit kubanischem Essen ausklingen lassen. Das ist schon echt lecker und ich empfehle jedem (Ja, jedem, auch jenem, der keinen Kaffee mag) nicht die Gelegenheit zu versäumen einen kubanischem Kaffee zu trinken.
Heute ging es ab in die Everglades um mal endlich einen riesigen Alligator zu sehen. Da wir uns entschieden haben, nicht eine dieser typischen Touristentouren mit Alligatorshow mitzumachen, war unser Ziel Everglades City mit dem Eingang zum National Park. Die Tour, die wir uns ausgesucht hatten, nannte sich "Mangrove Wilderness Tour". Da wir bis zum Start noch zwei Stunden totschlagen mussten, ging es noch in das alte Waschhaus von Everglades City, in dem sich jetzt ein kleines Museum befindet.
Nach einem kurzen Fotostopp am Hafen, der völlig leer war, ging es dann zurück zur Rangerstation.
Offensichtlich geht die Saison auch hier erst im Oktober los. Denn obwohl hier der Zugang zum dritt größten Nationalpark der USA liegt, war die Kleinstadt völlig menschenleer.
Auf einem kleinen Boot (für sechs Personen) mit einem amerikanischen Pärchen und dem Ranger starteten wir also voller Hoffnung Richtung Mangrovenwald.
Ich fand das schon irgendwie toll zu sehen, wie diese doch stattlichen Bäume im Laufe der Zeit ohne einen von der Wasseroberfläche zu erkennenden Bodenkontakt ein so dichtes und stabiles Wurzelgebilde entwickelt haben. Gut, der Boden ist auch nicht wirklich zu erkennen.
Zum Einen sieht das Brackwasser (Gemisch aus Süß- und Salzwasser) richtig schwarz aus, zum Anderen erkennt man, wenn die Sonne im richtigen Winkel scheint, nur die roten Blätter der Mangroven. Welche von den Bäumen zur Entsorgung des Salzes geopfert wurden.
Bevor wir anlegten, bekamen wir dann aber noch einen Insidertipp (nicht von MarcoPolo ;) sonder von James dem Ranger, wo wir eventuell noch auf unsere so heiß ersehnten Tierchen einen Blick werfen könnten. Und das war wirklich ein richtig guter Tipp! Direkt vom Tamiami Trail (erste Straße durch die Everglades von Tamper nach Miami - vom Bau und der Eröffnung gab es einige Sachen im Museum zu sehen) ging der H.P. Williams Roadside Park ab.
Am Anfang davon befindet sich ein kleiner Steg am Ufer eines kleinen Flusses, den man zu Fuß begehen konnte. Erst haben wir nur ein knacken der Äste und Wasserplatschen aus dem Wald gegenüber gehört. Doch dann, nach einigen Minuten, hat er sich blicken lassen.
Ein wirklich beeindruckendes, gewaltiges Tier, was da auf uns zu geschwommen ist.
Nach einer Weile kam dann auch noch einmal das Paar von der Bootstour auf den Steg und meinte, das es sich wirklich lohnt auch noch die Straße mit dem Auto abzufahren, was wir dankend taten. Also man stelle sich einen schlammigen Sandweg mit schönen Schlaglöchern vor, auf der linken Seite sind Einfahrten zu Häusern und auf der rechten der Fluss, der dank der letzten Regengüsse teilweise übers Ufer getreten ist. Und da waren sie!
Zwar etwas kleiner, aber so nah!
Atemberaubend, diese wilden Tiere so nah zu sehen.
Mittwoch, 8. September 2010
Unwetter der guten und der bösen Sorte
Das waren mal zwei interessante Abende. Wir haben zwar noch keinen Hurrican mitgenommen, aber zwei wirklich spektakuläre Unwetter. Auf dem letzten Campingplatz vorgestern Abend bekamen wir zunächst eine kurze kräftige Dusche ab, die Ron unter der Kofferraumklappe (mitsamt Essen auf dem Gaskocher) und ich unter der Dusche abwartete. Ich konnte mir dadurch gleich mal noch das Abtrocknen sparen und in der Badehose beim warmen Regen zurück zum Auto gehen. ;)
Am späteren Abend dann gab es noch über Stunden hinweg mehrere Gewitter, die aber nicht direkt über uns entlang zogen, sondern in einigem Abstand um uns herum. Das hatte zum Einen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, zum Anderen aber auch einen phantastischen Ausblick zur Folge. Dank Ron's toller Kamera kamen dabei auch noch einige sehr hübsche Bilder heraus:
Gestern sind wir dann in Miami Beach angekommen. Nach zwei Stündchen am Strand und im Wasser (das hat hier eine coole türkise Farbe) konnten wir ins Hotel einchecken. Das Zimmer ist soweit ganz annehmbar: sauber, vernünftige Dusche, Klimaanlage, extrem weiche Betten (Ron's Bett knarzt, hihi), ein nicht funktionstüchtiger Safe, Ausblick auf die 2m entfernte Häuserwand gegenüber und ein beißender Geruch nach Chlor-Reiniger. Naja, für den Preis ganz angemessen. Da wir in North Beach gelandet sind und das meiste interessante Zeug in South Beach liegt, der Abend aber schon etwas fortgeschritten war, sind wir nur noch zu Fuß in Richtung Surfside gelaufen. Das ist mehr so ein Wohnviertel für etwas besser gestellte Leute. Was ich lustig fand: in den Wohnvierteln gibt es keine Fußwege, man muss also zwangsläufig auf der Straße laufen. Kenn ich so von Deutschland überhaupt nicht.
Nun ja, als wir grad an der Flaniermeile von Surfside angekommen waren, konnten wir ein wirklich hübsches kleines Gewitter aufziehen sehen.
Auch der Regen war in der Ferne schon zu erkennen, da die großen Hotels in einiger Entfernung schon in einer Regenwand verschwanden. Was wir aber nicht ganz abgeschätzt hatten, war, wie schnell das Ungetüm uns einholen würde: innerhalb von Minuten ging es los. So konnten wir uns grad so noch unter die Markisen der Geschäfte retten. Bei strömendem Regen und Blitz und Donner direkt über uns sind wir also von Markise zu die Geschäftsstraße entlang. Bis wir an deren Ende ankamen. Von dort aus waren es allerdings noch 17 Straßen bis zu unserem Hotel...
Also warteten wir, bis der Regen weitestgehend nachgelassen und die Blitze vor uns waren und marschierten los. Drei Straßen weiter holte uns dummerweise dann die nächste Gewitterfront ein. Zum Umdrehen war es zu spät und zum Unterstellen gab es keine Möglichkeiten. Folglich mussten wir durch den Regen hindurch. Nachdem wir bis auf die Unterwäsche durchnässt waren, fanden wir eine Bushaltestelle für eine Verschnaufpause. Gut, dass es hier so warm ist. Ansonsten wäre diese Aktion recht unangenehm gewesen. Und ich muss sagen, einen derartigen Wolkenbruch hab ich noch nicht erlebt.
Nun hatten wir nur noch 5 Straßen bis zum Hotel und der Regen nahm noch weiter zu. Da wir aber eh schon nass waren, marschierten wir zügig weiter - ich schon nur noch barfuß - durch das warme Wasser (inklusive Flüssen und 15cm tiefen Pfützen). Als wir dann um die Ecke zu unserem Hotel bogen, das direkt am Strand liegt, kam auch noch Wind dazu, der uns den Regen nochmal richtig schön ins Gesicht peitschte.
Nachdem wir den unter Wasser gesetzten Rucksack im Hotel abgestellt und Kameras, Handys und durchweichte Dokumente vor größerem Schaden bewart hatten, ging es dann nochmal hinaus in den Regen und um die Ecke zum Kubanischen Restaurant. So klitschnass konnten wir uns zwar nicht reinsetzen, dafür bekamen wir, während wir auf das Essen warteten noch gratis kubanischen Kaffee. Und der war wirklich gut und nötig, davon hab sogar ich einen Schluck getrunken. :o
Anschließend haben wir unsere überbackenen Hähnchen und die Bohnensuppe im Hotelzimmer genossen, The Big Bang Theory geschaut (ja, das läuft hier im Fernsehen ;) und den Abend trocken ausklingen lassen.
Heute scheint aber schon wieder die Sonne, als ob nichts gewesen wäre. Und die werden wir jetzt noch ein wenig genießen.
Viele Grüße aus Miami Beach!
Am späteren Abend dann gab es noch über Stunden hinweg mehrere Gewitter, die aber nicht direkt über uns entlang zogen, sondern in einigem Abstand um uns herum. Das hatte zum Einen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, zum Anderen aber auch einen phantastischen Ausblick zur Folge. Dank Ron's toller Kamera kamen dabei auch noch einige sehr hübsche Bilder heraus:
Gestern sind wir dann in Miami Beach angekommen. Nach zwei Stündchen am Strand und im Wasser (das hat hier eine coole türkise Farbe) konnten wir ins Hotel einchecken. Das Zimmer ist soweit ganz annehmbar: sauber, vernünftige Dusche, Klimaanlage, extrem weiche Betten (Ron's Bett knarzt, hihi), ein nicht funktionstüchtiger Safe, Ausblick auf die 2m entfernte Häuserwand gegenüber und ein beißender Geruch nach Chlor-Reiniger. Naja, für den Preis ganz angemessen. Da wir in North Beach gelandet sind und das meiste interessante Zeug in South Beach liegt, der Abend aber schon etwas fortgeschritten war, sind wir nur noch zu Fuß in Richtung Surfside gelaufen. Das ist mehr so ein Wohnviertel für etwas besser gestellte Leute. Was ich lustig fand: in den Wohnvierteln gibt es keine Fußwege, man muss also zwangsläufig auf der Straße laufen. Kenn ich so von Deutschland überhaupt nicht.
Nun ja, als wir grad an der Flaniermeile von Surfside angekommen waren, konnten wir ein wirklich hübsches kleines Gewitter aufziehen sehen.
Auch der Regen war in der Ferne schon zu erkennen, da die großen Hotels in einiger Entfernung schon in einer Regenwand verschwanden. Was wir aber nicht ganz abgeschätzt hatten, war, wie schnell das Ungetüm uns einholen würde: innerhalb von Minuten ging es los. So konnten wir uns grad so noch unter die Markisen der Geschäfte retten. Bei strömendem Regen und Blitz und Donner direkt über uns sind wir also von Markise zu die Geschäftsstraße entlang. Bis wir an deren Ende ankamen. Von dort aus waren es allerdings noch 17 Straßen bis zu unserem Hotel...
Also warteten wir, bis der Regen weitestgehend nachgelassen und die Blitze vor uns waren und marschierten los. Drei Straßen weiter holte uns dummerweise dann die nächste Gewitterfront ein. Zum Umdrehen war es zu spät und zum Unterstellen gab es keine Möglichkeiten. Folglich mussten wir durch den Regen hindurch. Nachdem wir bis auf die Unterwäsche durchnässt waren, fanden wir eine Bushaltestelle für eine Verschnaufpause. Gut, dass es hier so warm ist. Ansonsten wäre diese Aktion recht unangenehm gewesen. Und ich muss sagen, einen derartigen Wolkenbruch hab ich noch nicht erlebt.
Nun hatten wir nur noch 5 Straßen bis zum Hotel und der Regen nahm noch weiter zu. Da wir aber eh schon nass waren, marschierten wir zügig weiter - ich schon nur noch barfuß - durch das warme Wasser (inklusive Flüssen und 15cm tiefen Pfützen). Als wir dann um die Ecke zu unserem Hotel bogen, das direkt am Strand liegt, kam auch noch Wind dazu, der uns den Regen nochmal richtig schön ins Gesicht peitschte.
Nachdem wir den unter Wasser gesetzten Rucksack im Hotel abgestellt und Kameras, Handys und durchweichte Dokumente vor größerem Schaden bewart hatten, ging es dann nochmal hinaus in den Regen und um die Ecke zum Kubanischen Restaurant. So klitschnass konnten wir uns zwar nicht reinsetzen, dafür bekamen wir, während wir auf das Essen warteten noch gratis kubanischen Kaffee. Und der war wirklich gut und nötig, davon hab sogar ich einen Schluck getrunken. :o
Anschließend haben wir unsere überbackenen Hähnchen und die Bohnensuppe im Hotelzimmer genossen, The Big Bang Theory geschaut (ja, das läuft hier im Fernsehen ;) und den Abend trocken ausklingen lassen.
Heute scheint aber schon wieder die Sonne, als ob nichts gewesen wäre. Und die werden wir jetzt noch ein wenig genießen.
Viele Grüße aus Miami Beach!
Montag, 6. September 2010
Wir Kosmonauten im Kennedy Space Center
Gestern haben wir uns ein wenig dem amerikanischen Patriotismus und Heldentum hingegeben: Wir haben das Kennedy Space Center an der Ostküste Floridas besucht. Anfangs waren wir etwas geschockt von den Eintrittspreisen: 41$ pro Person - und gegen Ende hat sich der Eindruck von überteuerten Preisen auch noch bestätigt. Aber gelohnt hat sich der Besuch trotzdem irgendwie.
Los ging es morgens um zehn. Schon auf der Fahrt auf die vorgelagerte Insel konnte man das riesige Assembly-Gebäude für die Raketen sehen.
Halt gemacht haben wir dann am Visitor Center und mussten feststellen, dass das ganze wie eine Miniaturausführung eines Vergnügungsparks gestaltet ist. Nun gut, wir sind trotzdem rein und haben unsere Aufmerksamkeit zunächst der Bustour durchs Gelände zugewandt. Zum Glück war nicht sonderlich viel los, sodass wir direkt in einen Bus einsteigen konnten. Da gab es schon den ersten Vorgeschmack auf den Rest des Tages: Klimaanlagen - überall. Die Außentemperatur der sehr feuchten Luft lag bei etwa 30°C. Im Bus: etwa 24°C. Nun gut. Die erste Fahrt ging zu einem Besucherturm mit Ausblick über das Gelände. Auf der eher kurzen Bustour sprach eine nicht sonderlich motivierte Busfahrerin ein paar belanglose Worte und stellte dann den Film auf den Monitoren im Bus an. Raus aus dem Bus wurde man erst mal in ein Kino mit kleinem Film gelotst. Wir haben uns aber geschickterweise abgesetzt und den Ausblick vom Turm genossen. Das war schon ein gewaltiger Anblick mit den Raketenrampen und den Assembly-Gebäuden.
Leider kam man nicht allzu nahe an die Anlagen ran. Dafür hätten wir nochmal 21$ pro Person mehr ausgeben müssen. Anschließend ging es wieder in den klimatisierten Bus und zur nächsten Station: das Apollo/Saturn V Center. Raus aus dem klimatisierten Bus in die Wärme, rein in das gekühlte Gebäude. Und wie das gekühlt war - gefühlte Temperatur: 20°C. Nach dem obligatorischen mini-Kinofilm konnte man sich eine der Saturn V-Raketen der Apollo-Missionen anschauen. Dabei wurde es Ron aber so kalt, dass er sich schon mit Freude auf eine rot leuchtende Lampe im Boden gestellt hat um sich etwas aufzuwärmen.
In dieser riesigen Halle gab es dann auch noch verschiedene Ausstellungen und ein Kino mit nachgestellter Mondlandung, alles sehr nett.
Das Beste aber war die Wand mit den Zeitungsartikeln vom Tag der Mondlandung: welche Zeitung durfte dabei Deutschland repräsentieren - die Bild Zeitung. Ich war erschüttert.
Nach einem weiteren Stopp im International Space Station Center, in dem leider nicht gearbeitet wurde, da ja Samstag war, ging es wieder zurück zum Visitor Center. Natürlich nicht, ohne zwischendurch noch mehrmals zwischen Hitze und Kälte zu wechseln. Im Visitor Center haben wir dann noch einen simulierten Raketenstart mitgemacht, bei dem es noch eine großartige Einführung gab (die wirklich gut gemacht war), um die Spannung zu steigern. Das Erlebnis bestand dann allerdings nur daraus, in dem Simulator in die Vertikale gedreht und einmal kräftig durchgeschüttelt zu werden. Nicht sonderlich aufregend. Etwas ernüchtert ging es dann wieder in die Wärme hinaus, durch ein paar weitere interaktive Ausstellungen in Richtung IMAX Kino. Das war dann aber doch noch ein wirklich gut gemachter Abschluss mit einem 42 minütigen 3D Film über die Reparatur des Hubble-Teleskops im letzten Jahr. Was nicht so toll war, das waren die Brillen. Also ich werd mich sicher nicht mehr über die Brillen beschweren, die man bei uns im Kino bekommt. Bei den hiesigen Brillen handelte es sich um rote Modelle mit festen Bügeln, die kaum groß genug waren, die Leinwand vollständig sehen zu können... Leider waren wir so sehr mit den Brillen beschäftigt, dass wir gar nicht daran gedacht haben, ein Foto davon zu machen.
Unsere Abwehrkräfte dürften auf jeden Fall erheblich gestärkt worden sein nachdem wir den ganzen Tag heiß und kalt duschen waren ;)
Zum Thema Patriotismus und Heldentum: Das ganze Center ist eigentlich nur eine einzige Werbeaktion für die NASA inklusive heroischer Musik an absolut allen Orten (im Ernst, überall aus den Lautsprechern lief diese Musik) und in allen Filmen. Dazu die Leute, die Vorführungen leiten, die ebenfalls ein einziges Loblied von sich geben. Und dazu natürlich der Patriotismus, der einem von überall entgegen geworfen wird, da würde ich mir glaub ich selbst als Amerikaner wie im falschen Film vorkommen (oder auch nicht, da ist man wahrscheinlich schon von Anfang an daran gewöhnt). Das sieht man hier aber auch überall. Selbst auf den Campingplätzen haben die Leute noch ihre mobilen Fahnenmasten mit:
Nun gut, heute sind wir schon wieder weiter in Richtung Süden gefahren, um noch eine Station am Atlantik mitzunehmen, bevor es morgen dann in ein Hotel in Miami Beach geht.
Viele Grüße aus dem sonnigen Süden
Los ging es morgens um zehn. Schon auf der Fahrt auf die vorgelagerte Insel konnte man das riesige Assembly-Gebäude für die Raketen sehen.
| Assembly-Gebäude von näher dran |
| Rampe für den Abschuss von Space Shuttles |
Leider kam man nicht allzu nahe an die Anlagen ran. Dafür hätten wir nochmal 21$ pro Person mehr ausgeben müssen. Anschließend ging es wieder in den klimatisierten Bus und zur nächsten Station: das Apollo/Saturn V Center. Raus aus dem klimatisierten Bus in die Wärme, rein in das gekühlte Gebäude. Und wie das gekühlt war - gefühlte Temperatur: 20°C. Nach dem obligatorischen mini-Kinofilm konnte man sich eine der Saturn V-Raketen der Apollo-Missionen anschauen. Dabei wurde es Ron aber so kalt, dass er sich schon mit Freude auf eine rot leuchtende Lampe im Boden gestellt hat um sich etwas aufzuwärmen.
| Ron auf wärmenden Rotlichtlampen |
In dieser riesigen Halle gab es dann auch noch verschiedene Ausstellungen und ein Kino mit nachgestellter Mondlandung, alles sehr nett.
Das Beste aber war die Wand mit den Zeitungsartikeln vom Tag der Mondlandung: welche Zeitung durfte dabei Deutschland repräsentieren - die Bild Zeitung. Ich war erschüttert.
| Die Bild-Zeitung - schon früher ganz schön komisch |
Nach einem weiteren Stopp im International Space Station Center, in dem leider nicht gearbeitet wurde, da ja Samstag war, ging es wieder zurück zum Visitor Center. Natürlich nicht, ohne zwischendurch noch mehrmals zwischen Hitze und Kälte zu wechseln. Im Visitor Center haben wir dann noch einen simulierten Raketenstart mitgemacht, bei dem es noch eine großartige Einführung gab (die wirklich gut gemacht war), um die Spannung zu steigern. Das Erlebnis bestand dann allerdings nur daraus, in dem Simulator in die Vertikale gedreht und einmal kräftig durchgeschüttelt zu werden. Nicht sonderlich aufregend. Etwas ernüchtert ging es dann wieder in die Wärme hinaus, durch ein paar weitere interaktive Ausstellungen in Richtung IMAX Kino. Das war dann aber doch noch ein wirklich gut gemachter Abschluss mit einem 42 minütigen 3D Film über die Reparatur des Hubble-Teleskops im letzten Jahr. Was nicht so toll war, das waren die Brillen. Also ich werd mich sicher nicht mehr über die Brillen beschweren, die man bei uns im Kino bekommt. Bei den hiesigen Brillen handelte es sich um rote Modelle mit festen Bügeln, die kaum groß genug waren, die Leinwand vollständig sehen zu können... Leider waren wir so sehr mit den Brillen beschäftigt, dass wir gar nicht daran gedacht haben, ein Foto davon zu machen.
Unsere Abwehrkräfte dürften auf jeden Fall erheblich gestärkt worden sein nachdem wir den ganzen Tag heiß und kalt duschen waren ;)
| ISS Center (Vorbereitung von Teilen für die ISS) |
Zum Thema Patriotismus und Heldentum: Das ganze Center ist eigentlich nur eine einzige Werbeaktion für die NASA inklusive heroischer Musik an absolut allen Orten (im Ernst, überall aus den Lautsprechern lief diese Musik) und in allen Filmen. Dazu die Leute, die Vorführungen leiten, die ebenfalls ein einziges Loblied von sich geben. Und dazu natürlich der Patriotismus, der einem von überall entgegen geworfen wird, da würde ich mir glaub ich selbst als Amerikaner wie im falschen Film vorkommen (oder auch nicht, da ist man wahrscheinlich schon von Anfang an daran gewöhnt). Das sieht man hier aber auch überall. Selbst auf den Campingplätzen haben die Leute noch ihre mobilen Fahnenmasten mit:
Nun gut, heute sind wir schon wieder weiter in Richtung Süden gefahren, um noch eine Station am Atlantik mitzunehmen, bevor es morgen dann in ein Hotel in Miami Beach geht.
Viele Grüße aus dem sonnigen Süden
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