Frisch, munter und ausgeschlafen ging es fort aus dem Death Valley in Richtung Joshua Tree National Park (NP), den wir auf unserem Weg zum Pazifik noch mitnehmen wollten.
Unterwegs sind wir, vorbei an wundersamen Landschaften, auf einer etwas bekannteren Straße gelandet: der Route 66. Allerdings schien sie an dieser Stelle nicht mehr vielen Leuten bekannt zu sein, da wir erst an einigen völlig verwahrlosten Gebäuden vorbei kamen und dann eine schon länger nicht mehr instand gehaltene Straße entlang fuhren. Autos kamen uns auf den 40 Meilen, die wir da entlang fuhren nur 3 entgegen und so bot sich genug Zeit anzuhalten und das "Route 66"-Zeichen auf der Straße zu fotografieren.
Das zweite Sehenswerte auf dieser Fahrt war der Amboy-Crater, von dem wir glaubten, dass er von einem Meteor stammt. Woher denn auch sonst? Außerdem sah auch alles danach aus: geschmolzenes Gestein, in Hügeln aufgetürmt, scheinbar in eine Richtung vom Einschlagspunkt aus über die Ebene verteilt. Nur der kleine Berg mittendrin passte irgendwie nicht so recht ins Bild und so fuhren wir da hin.
An dem kleinen Besucherparkplatz war dann zu erfahren, dass es kein Meteoriten-Krater war, sondern ein Vulkan. Hm...
Um den Krater noch genauer zu betrachten und wir noch etwas Zeit hatten sind wir dennoch in Richtung des Berges durch die Wüstenlandschaft mit dem aufgewühlten, schwarzen Steinen gewandert. Auf dem Gipfel angekommen machte sich dann schon etwas Enttäuschung breit, da der "Krater" nur etwa fünf Meter tief war. Nach einer halben Runde herum und einer kleinen Pause auf dem Gipfel ging es dann zurück. Und da der Berg ja nicht sonderlich hoch war und man erst um ihn herum wandern musste, um zu dem Pfad hinauf zu gelangen, entschied ich mich, den direkten Weg hinunter zu nehmen.
Ron folgte mir nicht sonderlich begeistert von dieser Aktion. Und es stellte sich heraus, dass es von oben auch einfacher und weniger hoch aus sah, als es wirklich war. So mussten wir über kleine teilweise scharfkantige Lavagesteinsbrocken hinunter ins Tal. Nach oben war schon nach ein paar Metern nicht mehr möglich, da alles am Rutschen war und so bewegten wir uns größtenteils rutschend durch Staub, ausgewaschene Rinnen und loses Gestein ins Tal.
Glücklicherweise sind wir bis auf kleinere Blessuren und Schrammen heil unten angekommen. Eine Zeitersparnis war es am Ende auch nicht, aber im Rückblick zumindest recht lustig und wieder eine Erfahrung mehr. Zum Ausgleich gab es dann aber noch eine bunte Regenwolke zu sehen.
Leicht verstaubt ging es dann, nach drei Tagen ohne Dusche, weiter zum Campingplatz vor dem Joshua Tree NP, wo der Pool zwar leider schon geschlossen hatte, wir aber für die Duschen nichts bezahlen mussten. Das wurde dann auch erst einmal gründlich ausgenutzt...
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen