Nachdem wir uns mit Kaffee und heißer Schokolade halbwegs aufgewärmt hatten, ging es mit dem Auto los, den Rest der Hauptinsel des Acadia Nationalparks zu erkunden. Nach einem kurzen Zwischenstopp am "Schooner Head Overlook", mit Blick über Bucht und Felsküste standen Sandstrand und Küstenwanderung auf der Liste und so stellten wir das Auto am Great Head ab und machten uns zu Fuß auf in Richtung Otter Point.
Zunächst ging es durch den Wald, bis wir einen ersten Blick auf den einzigen Sandstrand des Parks werfen konnten. Nachdem ein kleiner Fluss überwunden war (was nach dem vorigen Tag kein Problem mehr war ;), wanderten wir zum anderen Ende der Bucht, wo der "Ocean Path" startete. Zum Baden war es auf jeden Fall zu kalt, da sich selbst im Sommer das Wasser dort nur auf etwa 10°C erwärmt .
Also ging es weiter, an einer zerklüfteten Felsküste entlang. Der Trail folgte der Küste für 2 Meilen. Auf der Hälfte der Strecke erreichten wir das "Thunder Hole". Allerdings war wegen der ruhigen See nicht viel von Donner zu hören. Stattdessen waren Scharen von Touristen da, die Wellenweise aus den Bussen heraus und hinein schwappten. 50 Meter weiter war man aber schon wieder in ruhiger Natur, fast völlig ohne Menschen. Schon lustig mit diesen Pauschaltouristen.
Auf dem restlichen Weg kletterten wir noch ein wenig auf den Felsen herum, bis wir zu einem Strand mit größeren, abgerundeten Steinen kamen. Ein wirklich hübsches Stück Küste.
Weiter ging es dann vorbei an den Otter Cliffs, einer recht hohen Steilklippe, bis zum Otter Point. Nachdem wir den Anblick dort ein wenig genossen hatten, ging es zurück zum Auto. Diesmal ohne Umweg, den gleichen Weg zurück. So hatten wir dann auch schon wieder 5 Meilen Wanderung bei schönstem Sonnenschein hinter uns gebracht.
Unser nächstes Ziel war der Cadillac Mountain. Wir wollten ja schon noch den Ausblick sehen, den wir Tags zuvor verpasst hatten. Und wir wurden nicht enttäuscht. Nur die Bedingungen waren nicht die Besten. Neben einem grandiosen Ausblick auf bunte Wälder, Meer mit kleineren Inseln und kleinen Küstenorten mussten wir uns mit einem fiesen kalten Wind herumschlagen. Das machte das Fotografieren schon recht schwierig. Vor allem unser zweiter Halt auf dem Gipfel, am Blue Mountain Overlook, gestaltete sich eher zu einem Kampf gegen den Wind, als einem gemütlichen Fotostopp.
Aber nochmal zum Vergleich:
Ausblick vom Cadillac Mountain Tags zuvor und an diesem Tage...
Zurück am Fuße des Hügels machten wir uns auf den Weg zum zweiten Teil der Insel. Mittlerweile war der Tag auch schon vorangeschritten und wir mussten uns ein bisschen ranhalten, um alles zu sehen, was wir uns vorgenommen hatten. So hielten wir als nächstes im Wonderland an und wanderten einen kurzen Trail entlang bis zur Küste. Sehr "Wonderland"-mäßig sah es da aber gar nicht aus. Vor allem, da gerade Ebbe angesagt war, und somit vor dem großen Wasser ein langes Stück dunkle, mit Algen und Schnecken besetzte Felsküste lag.
Um den Sonnenuntergang noch richtig zu genießen, wollten wir noch den letzten Punkt des Tages anfahren: das "Pretty Marsh". Dummerweise machte uns die Saison wieder einen Strich durch die Rechnung, denn der Zugang zur Picnic area war schon abgesperrt. So mussten wir das Auto vor der Einfahrt abstellen und zu Fuß bis zum Wasser marschieren. Als wir da ankamen, war die Sonne allerdings schon verschwunden. So konnten wir nur von der Bucht noch ein paar Bilder machen und dann ging es auch schon wieder zurück zum Campground.
Auf dem Weg boten sich aber noch Gelegenheiten für Nachtaufnahmen und so kamen wir erst in völliger Dunkelheit zurück zu unserem Platz für die Nacht.
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