Einen längeren Stopp haben wir gemacht, nachdem wir eine für diesen Landstrich ungewohnt aussehende Brücke überquerten.
Um Bilder von der Pylonenbrücke und der schönen Kulisse machen zu können ging es also vom Weg ab um etwas später Eintritt für einen Aussichtspunkt in der Brücke und ein daneben liegendes Fort zu bezahlen.
Als die Fotos von außen geschossen waren, ging es erst mit dem Fahrstuhl und dann noch zu Fuß in die 442 Fuß hohe Spitze eines der Pfeiler.
Der Ausblick war grandios, obwohl mal jemand die Scheiben hätte putzen können.
Ob die beide wohl den gleichen Friseur haben? (Bestimmt nicht, der Hund hatte definitiv den besseren ;) )
Danach ging es noch ins Fort Knox. Und nein, das war nicht das mit dem ganzen Gold ;) Hier war stattdessen schon alles auf Halloween eingestellt.
Naja, selbst so hätten dort 135 Kanonen platz gehabt, aber, nur 74 wurden montiert!
Beeindruckend war das ganze Gebiet trotzdem und die zwei 15 inch Rodman Kanonen, die noch da waren, konnte auch jeder "von innen" begutachten ;).
Nachdem wir das Gelände abgelaufen hatten und nebenbei den tollen Sonnenschein genossen hatten, ging es mit dem Auto weiter in Richtung Nottingham in New Hampshire. Dort kamen wir pünktlich zu "Ladenschluss" im Pawtuckaway State Park an. Zur Registrierung für eine Nacht war es schon zu spät, aber wir konnten wenigstens die wichtigste Frage loswerden. "was ist mit Duschen?" - Tja, was war wohl mit den Duschen. Die waren abgestellt.
Da es die letzten drei Tage aber kein warmes Wasser aus der Wand gab, haben wir uns entschieden den nächsten, laut Campbook offenen, Campingplatz anzufahren.
Ein Satz mit "X", "Das war wohl nix"!
Im Greenfield State Park angekommen, standen wir mitten im Wald vor verschlossenen Toren. Also ging es weiter. Gegen zehn haben wir schließlich in Jaffrey den Monadnock State Park erreicht und wurden von einer freundlichen Rangerin auf den Pond Campground geschickt, da der State Park schon geschlossen war. Auf diesem Campingplatz waren zwar die Duschen auch schon abgestellt, aber es wurde uns versichert, dass die Duschen im Park noch funktionieren würden. Das soll noch einer verstehen?!
War uns in diesem Moment aber recht und da es schon spät war ;), ging es einfach nur ins Bett.
Der nächste Morgen startete wie immer mit einem Frühstück, dieses endete dieses mal aber im Regen. Anschließend ging es zum State Park, um unter die Dusche zu springen. Am Tor mussten wir uns dann erst einmal wieder mit 25cent-Stücken eindecken, um die Duschen bezahlen zu können.
Von den drei vorhandenen Duschen war ein "out of order" und nach einer Inspektion der zwei anderen stellten wir fest, dass aus hygienischen Gründen ;) nur eine verwendbar ist. Robert hat den Anfang gemacht und ich habe mich erst einmal mit dem Waschbecken im Restroom zum Zähne putzen zufrieden gegeben. Als Robert dann mit den Worten "Jetzt ist mir aber warm" zurück kam, war mein einziger Gedanke, ob denn das Wasser aus der Dusche auch so eisenhaltig ist wie im Toilettenhäuschen. Kurz danach klärte sich die Situation geklärt und ich erfuhr, dass er Geld für eine eiskalte Dusche bezahlt hatte, obwohl aus dem Wasserhahn warmes Wasser kam.
Frisch und sauber machten wir uns nun auf den Weg zu Melanie nach Hartford.
Da hat sie sich eine echt tolle Wohngegend ausgesucht ;). Schöne, riesige Häuser inmitten von alten großen Bäumen, die zwar manchmal alt aussehen, es aber nicht sind (darauf stehen die Amis glaube ich). Davor der typische, kurz getrimmte, saftig grüne Rasen, der hier nicht von Zäunen oder andere Begrenzungen zerstört wird. Zum Glück sind Hunde schlaue Tiere und merken sich nach einigen Stromschlägen aus dem Halsband, wo ihr mit elektrischem Zaun abgestecktes Grundstück endet.
Nach einer kurzen Begrüßung begaben wir uns alle, zusammen mit Hund Lexi mit Melanies Auto in Richtung Natur. Dabei machte unsere Chauffeurin einen kurzen Bogen durch die University of Connecticut, die sich zu einer richtigen kleinen Stadt entwickelt hat und sich laut Melanie in der "totalen Einöde" befindet.
Es war trotzdem beeindruckend zu sehen, was es hier so alles gibt. Fitnessstudio, Kino, kleine "Mall", ach ja und natürlich Institute, welche die scheinbar riesige Anzahl von Studiengängen erahnen ließen. Wir fuhren aber weiter und waren einen kurzen Augenblick danach auch wieder in einem von Herbst gefärbten Wald, kamen an Melanies alter WG vorbei und haben dann im Mansfield Hollow State Park angehalten. Hier wollten wir gemeinsam eine Runde um den See laufen, da die beiden "Ortsansässigen" das auch noch nicht geschafft hatten.
Trotz der vielen bunten Blätter, die den Weg nicht immer erahnen ließen, haben wir das auch geschafft und konnten uns nach einer kurzen Fahrt zurück zur Uni mit einem Eis aus der UConn Dairy Bar stärken. Das war vielleicht mal lecker und zu 100 Prozent aus der Uni, also vom Gras über Kühe, Milch, Sahne bis zum Eis mit den Früchten. Nach diesem Genuss ging es zurück nach Hartford und nach einem kurzen Gespräch mit der Gastfamilie von Melanie machten wir uns auf den Weg zu Counter Burger.
Ein Restaurant, in dem man sein Essen in Form eines Ankreuztestes zusammenstellt. Die Auswahl von Fleisch, Brötchen, Käse, Belag und Soße kann da echt schwierig sein. Wir haben diesen Test aber alle erfolgreich gemeistert und bekamen als Belohnung dann diese riesigen leckeren Burgen.
Ich frage mich jetzt echt, wo ich in Deutschland solche Dinger herkriege. In den USA ist Burgeressen sogar gesellschaftstauglich und nach der Info von Melanie kann man das auch in einem "Nobel-Golfclub", in dem man keine Jeans tragen darf, machen.
Ausreichend gestärkt machten wir uns nach nach diesem schönen Tag und einem Abschied auf dem Parkplatz am gleichen Abend noch auf zum Sweetwater Forest Campground auf Cape Cod.
Natürlich kamen wir für die Anmeldung zu spät auf dem im Wald liegenden Campingplatz an, aber das ist Dank Nachtregistrierung (einfach einen Stellplatz aussuchen und fertig) kein Problem gewesen. So konnte ich hier am Abend auch noch die Dusche genießen, auch wenn das Wasser so fein zerstäubt wurde, dass man das Gefühl hatte nur in einem dichten, warmen Nebel zu stehen.
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