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Mittwoch, 8. September 2010

Unwetter der guten und der bösen Sorte

Das waren mal zwei interessante Abende. Wir haben zwar noch keinen Hurrican mitgenommen, aber zwei wirklich spektakuläre Unwetter. Auf dem letzten Campingplatz vorgestern Abend bekamen wir zunächst eine kurze kräftige Dusche ab, die Ron unter der Kofferraumklappe (mitsamt Essen auf dem Gaskocher) und ich unter der Dusche abwartete. Ich konnte mir dadurch gleich mal noch das Abtrocknen sparen und in der Badehose beim warmen Regen zurück zum Auto gehen. ;)
Am späteren Abend dann gab es noch über Stunden hinweg mehrere Gewitter, die aber nicht direkt über uns entlang zogen, sondern in einigem Abstand um uns herum. Das hatte zum Einen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, zum Anderen aber auch einen phantastischen Ausblick zur Folge. Dank Ron's toller Kamera kamen dabei auch noch einige sehr hübsche Bilder heraus:





Gestern sind wir dann in Miami Beach angekommen. Nach zwei Stündchen am Strand und im Wasser (das hat hier eine coole türkise Farbe) konnten wir ins Hotel einchecken. Das Zimmer ist soweit ganz annehmbar: sauber, vernünftige Dusche, Klimaanlage, extrem weiche Betten (Ron's Bett knarzt, hihi), ein nicht funktionstüchtiger Safe, Ausblick auf die 2m entfernte Häuserwand gegenüber und ein beißender Geruch nach Chlor-Reiniger. Naja, für den Preis ganz angemessen. Da wir in North Beach gelandet sind und das meiste interessante Zeug in South Beach liegt, der Abend aber schon etwas fortgeschritten war, sind wir nur noch zu Fuß in Richtung Surfside gelaufen. Das ist mehr so ein Wohnviertel für etwas besser gestellte Leute. Was ich lustig fand: in den Wohnvierteln gibt es keine Fußwege, man muss also zwangsläufig auf der Straße laufen. Kenn ich so von Deutschland überhaupt nicht.


Nun ja, als wir grad an der Flaniermeile von Surfside angekommen waren, konnten wir ein wirklich hübsches kleines Gewitter aufziehen sehen.


Auch der Regen war in der Ferne schon zu erkennen, da die großen Hotels in einiger Entfernung schon in einer Regenwand verschwanden. Was wir aber nicht ganz abgeschätzt hatten, war, wie schnell das Ungetüm uns einholen würde: innerhalb von Minuten ging es los. So konnten wir uns grad so noch unter die Markisen der Geschäfte retten. Bei strömendem Regen und Blitz und Donner direkt über uns sind wir also von Markise zu die Geschäftsstraße entlang. Bis wir an deren Ende ankamen. Von dort aus waren es allerdings noch 17 Straßen bis zu unserem Hotel...


Also warteten wir, bis der Regen weitestgehend nachgelassen und die Blitze vor uns waren und marschierten los. Drei Straßen weiter holte uns dummerweise dann die nächste Gewitterfront ein. Zum Umdrehen war es zu spät und zum Unterstellen gab es keine Möglichkeiten. Folglich mussten wir durch den Regen hindurch. Nachdem wir bis auf die Unterwäsche durchnässt waren, fanden wir eine Bushaltestelle für eine Verschnaufpause. Gut, dass es hier so warm ist. Ansonsten wäre diese Aktion recht unangenehm gewesen. Und ich muss sagen, einen derartigen Wolkenbruch hab ich noch nicht erlebt.
Nun hatten wir nur noch 5 Straßen bis zum Hotel und der Regen nahm noch weiter zu. Da wir aber eh schon nass waren, marschierten wir zügig weiter - ich schon nur noch barfuß - durch das warme Wasser (inklusive Flüssen und 15cm tiefen Pfützen). Als wir dann um die Ecke zu unserem Hotel bogen, das direkt am Strand liegt, kam auch noch Wind dazu, der uns den Regen nochmal richtig schön ins Gesicht peitschte.
Nachdem wir den unter Wasser gesetzten Rucksack im Hotel abgestellt und Kameras, Handys und durchweichte Dokumente vor größerem Schaden bewart hatten, ging es dann nochmal hinaus in den Regen und um die Ecke zum Kubanischen Restaurant. So klitschnass konnten wir uns zwar nicht reinsetzen, dafür bekamen wir, während wir auf das Essen warteten noch gratis kubanischen Kaffee. Und der war wirklich gut und nötig, davon hab sogar ich einen Schluck getrunken. :o
Anschließend haben wir unsere überbackenen Hähnchen und die Bohnensuppe im Hotelzimmer genossen, The Big Bang Theory geschaut (ja, das läuft hier im Fernsehen ;) und den Abend trocken ausklingen lassen.


Heute scheint aber schon wieder die Sonne, als ob nichts gewesen wäre. Und die werden wir jetzt noch ein wenig genießen.

Viele Grüße aus Miami Beach!

2 Kommentare:

Peggy&Thomas hat gesagt…

Ich wollt euch ja n Kommentar schreiben, aber irgendwie war das zu lang!?! Kann das sein, dass ihr die Zeichen begrenzt habt? Also hab ich an Ronald ne Mail geschrieben!
Gruß Peggy

Jaafar hat gesagt…

Bei den Bildern der Sanitären Einrichtungen des Spaceshuttles (? oder eines ISS-Modul-Modells?) mußte ich spontan an die eine Big-Bang-Theory-Folge denken....

"For two reasons: No. 1 and, of course, No. 2!"



Viele Grüße!
Jaafar