Ich glaube, das sagt schon einiges. Aber was man (außer man hat es schon einmal erlebt) sich darunter nicht vorstellt, ist: Duschen mit Fröschen, Frühstück mit Eichhörnchen und "Essenskampf" mit unbekanntem Tier (Aktenzeichen XY: Fall ungelöst)?
Okay, dann alles von Anfang an!
Nach einem weiteren Einkauf in einem Walmart Supercenter und einer Tankfüllung, bei welcher der Lieter SuperPlus 0,55 € gekostet hat, sind wir dann im Huntington Beach State Park angekommen.
Eigentlich war geplant hier nur eine Nacht zu campieren, doch als wir auf einem gelben Schild neben dem Ranger, der uns so freundlich begrüßt hatte, in roten Buchstaben das Wort "Danger" und darunter "Alligators" gelesen haben war uns schon klar, dass wir hier einen weiteren Tag brauchen!
Als wir die Anmeldung hinter uns hatten (ist schon lustig hier, die brauchen halt immer Namen und Adresse, welche sie in ihren PC eintippen können, ob die Anschrift stimmt, is denen aber irgendwie völlig egal) ging es dann erst einmal wieder in den Atlantik zm abkühlen (DENKSTE). War aber trotzdem toll, weil die Wellen noch höher waren als in Virginia Beach. Hinzu kam der fast menschenleere Strand.

Nach einer wirklich erfrischenden Dusche mit Fröschen (einer saß von innen am Duschvorhang) und Abendbrot ging es dann zu Fuß zu den direkt am Campingplatz liegenden Sümpfen. Zum Glück war gerade Ebbe und so konnten wir einen Blick auf die Austernbänke werfen. Als wir dann den Kampf gegen die Mosquitos aufgegeben hatten, fiel der Entschluss noch einmal an den Strand zu gehen um Sterne zu gucken. Aber das war wie vom Regen in die Traufe. Irgendetwas (war ja dunkel) hat uns andauernd gebissen, gestochen, oder was weiß ich. Auf jeden Fall konnte man dann im Licht schöne kleine rote Punkte erkennen.

Das mit den Sternen hier ist echt fantastisch, ich dachte schon immer, dass es in Krimnitz viele zu sehen gibt, da ja keine Großstadt mit diesen künstlichen Lichtglocken in der Nähe ist. Aber hier ist einfach noch mehr Platz und somit die Nacht noch dunkler! Der Sternenhimmel sieht in natura viel besser und schöner aus, als es meine Kamera einfangen kann.

Am nächsten Tag ging es dann nach einem reichhaltigem Frühstück ab (zu den Mücken :) auf die Suche nach Alligatoren. An das Klima hab ich mich fast schon gewöhnt. Bei 85 bis 90% Luftfeuchtigkeit und 30°C im Schatten ging es eine Stunde lang durch einen Wald, in dem wir endlich dieses mysteriöse Geräusch, welches uns schon seit New York verfolgt, einem Tier zuordnen konnten: einem ca. 6 cm großen Insekt, dass mit seinem Hinterteil die verschiedensten (sehr lauten) Geräusche erzeugen kann.
Außerdem gab es wieder lustige Krebse zu beobachten, welche hier scheinbar jegliches Stück nasse Erde für sich beanspruchen. Danach ging zurück zu den Sümpfen. Diese waren jetzt mit Wasser gefüllt und boten mit den Inseln aus Schilf einen idealen Platz für Vögel, die sich an den zahlreichen Fische und Schrimps labten.


In der Frischwasserlagune (hier sollten sich die Alligatoren aufhalten) habe ich leider nichts außer weitere Vögel entdeckt. Robert hat einen Alligator gesehen. Am Rand zwischen den Sträuchern gab es auch noch ein schönes Spinnchen zu entdecken. Wenn die feinen Fädchen des Netzes nicht das Sonnenlicht reflektiert hätten, wäre sie uns gar nicht aufgefallen. (Also dieser Spinne möchte selbst ich nicht Nachts begegnen - Größe: ca. 12 cm)
Nach dieser vierstündigen Tour, ging es zum Chillen an den Strand.
Am Abend wollten wir dann mal wieder alle Akkus (ich glaube langsam die von meiner Kamera vertragen die Hitze nicht) aufladen und mussten feststellen, dass wir das besonder Glück hatten eine defekte Station an unserem Stellplatz zu haben. Also nutzen wir eine vom gegenüberliegenden freien Platz. Als wir nach Zähneputzen und mit vollen Akkus zum Auto zurückkamen, war es passiert! Diebe! Mundraub! Mein letzter Blaubeerdonat, war weg :( Außerdem waren überall sandige Spuren im Auto! Also: Die Nacht fing schon mal gut an! Und so zog sie sich auch hin! Mosquitos, Ameisen und sonst noch so 'n nervendes Insektenzeug zusammen mit heißer, feuchter Luft! Ich glaube mehr brauch ich nicht zu schreiben.


Nachdem wir diese Nacht überstanden hatten, ging es heute früh noch einmal zum Atlantik. Robert konnte sich dem sportlichen Drang unterwerfen und wie Jason Bourne morgens am Strand joggen und ich habe die ruhigen Minuten genutzt, um mal einen Sonnenaufgang über dem Meer zu genießen.
Jetzt sind wir gerade in Charleston angekommen und werden uns mal von dem Flair dieser Stadt mitreißen lassen.
Bis später dann und lasst es euch gut gehen!
2 Kommentare:
Hey,
beim Lesen musste ich gleich an die These denken, wo man angeblich mehrere Kilo Insekten in seinem Leben verschluckt...bei der Spinne sag ich da nur: Guten Appetit. :)
liebe Grüße noch aus Lübeck!
Elisa
Jaha, bei der Spinne wird man auch gleich mal satt, das ist ne vollständige Mahlzeit, dieses Biest.
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