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Samstag, 25. September 2010

Es ist so kalt hier!

Die weitere Tour führte durch interessante Landschaften mit Straßen, die 14% Steigung aufweisen. Über einen Pass in über 3000 m Höhe, wo es schon Herbst wurde mit buntem Mischwald und Kühen auf der Straße bis durch das Grand Escalante-Staircase National Monument. Ein riesiger Nationalpark, den man von der Straße aus nicht annähernd überblicken kann. Deshalb wollen wir auch von der anderen Seite noch einmal  heranfahren und darin wandern gehen. Aber auch auf der Fahrt hindurch boten sich wieder schöne Aussichten.



Um den nächsten Trip da hinein vorzubereiten, haben wir noch an einem der Visitor Center halt gemacht und dabei unseren Plan, eine "dirt road" da hindurch zu nehmen wieder verworfen. Sie ist wohl in einem nicht sonderlich guten Zustand und für unser Auto zwar machbar, aber mit einem Mietwagen nicht so empfehlenswert.
Weiter ging es dann zum Ruby's Inn Campground direkt vor dem Eingang zum Bryce Canyon, natürlich nicht ohne vorher noch einige Stopps zu machen. Unter anderen auch an einer Wasserquelle, wo das Wasser in einer kleinen Einbuchtung aus der Felsdecke tropft (der "Mossy Cave") und an einem kleinen Wasserfall.



Am Campground angekommen, mussten wir erst einmal feststellen, dass die Zeit hier schon wieder anders tickt und wir unsere Uhren wieder eine Stunde vorstellen mussten. Das ist echt verwirrend hier. Zumal die Umstellung jetzt schon innerhalb einer Zeitzone stattfindet. Da kann man schon ganz schön durcheinander kommen. Vor allem, da wir uns fast nur noch nach Sonnenauf- und -untergang richten. Und die verschieben sich ja dann auch immer wieder durch das nach Westen fahren und die Zeitumstellungen...
Weiter angesehen haben wir uns dann auch nichts mehr, sondern nur noch ein wenig die weitere Route geplant und gegessen. Und dann wurde es auch schon wieder kalt. Effektiv kann man hier auch nur etwas von einer Stunde nach Sonnenaufgang bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang machen. Dazwischen wird es richtig kalt hier. Wir mussten auch schon lange Sachen (inklusive Jacken) auspacken und die Schlafsäcke stoßen in der Nacht auch schon an ihre Grenzen. Trotz zusätzlicher Decke (immer noch die Decken von Iceland Express ;) im Schlafsack und nur kleinem Schlitz am oberen Ende zum atmen wird es teilweise echt kalt darin. Diese Nacht hatten wir einen Tiefpunkt von 2°C. Und damit einen Temperaturunterschied zum Tag von mehr als 25°C. So muss man sich früh erst einmal wie ein wechselwarmes Tier eine Weile in die Sonne setzen und etwas warmes trinken, um wieder in Fahrt zu kommen.


Aber dafür sind die Tage so warm, dass man mit kurzen Sachen herumlaufen kann und schnell mal ins Schwitzen gerät. Bei der trockenen Luft hier verdunstet das aber ganz schnell wieder. Ich merke die Trockenheit hier vor allem an den Lippen. Seit Grand Canyon haben wir beide trockene Lippen und mussten uns zwischendurch schon Lippenbalsam kaufen, damit sie nicht zu sehr aufreißen. Einen Vorteil hat die trockene Luft hier aber: Wenn man früh aufsteht sind die abends aufgehängten Handtüchern nicht mehr wie in Florida klitschnass, sondern trotz Eiseskälte komplett trocken.

2 Kommentare:

Jaafar hat gesagt…

Kein Wunder, daß Phileas Fogg (der aber in die andere Richtung gereist ist) mit den Zeiten durcheinanderkam!

Immerhin habt ihr ja die Sonne, an der ihr euch etwas orientieren könnt, uns fehlt ja auch diese. Die Tage unterscheiden sich hier grade nur zwischen grau und noch grauer -.-


Viele Grüße!
Jaafar

p.s.: wer hat den schönsten Cliff-Dive hingelegt?!

Robert hat gesagt…

Ich Natürlich ;)

Ne, Quark, das Wasser war viel zu kalt um da rein zu hüpfen...