Roy Tanck's Flickr Widget requires Flash Player 9 or better.

Donnerstag, 16. September 2010

Einmal quer durch Texas!

Bis nach Dallas haben wir es dann doch nicht geschafft. Hatten wir nach reichhaltiger Überlegung auch nicht wirklich vor. Irgendwie hatten wir nach New Orleans genug von Großstädten und deren menschenleeren, fast ausgestorbenen Zentren. Aber: Wir haben es bis nach Texas geschafft. Unseren ersten Stopp hatten wir im Caddo Lake State Park. Angekommen sind wir dort erst gegen 6 Uhr abends, was bei einer Strecke von 385 Meilen (das sind rund 620 km) und einem Einkauf der nötigsten Frühstücksnaturalien (O-Saft, Eier, Marmelade, Frischkäse und Bagles) auch nicht anders zu erwarten war. Da zur Registrierung aber keiner mehr da war, haben wir uns einfach einen der leeren Plätze ausgesucht und sind dann vor dem Essen gleich noch zum See gegangen um uns ein wenig die Füße zu vertreten.


Also zum Baden ist dieser See nicht geeignet. Dafür ist es bestimmt richtig toll ihn mit einem Boot zu befahren.

 Auch bei Dunkelheit, hat sich dank des beleuchteten Stegs ein Blick auf die vielen Fische und Schildkröten gelohnt. 

Nach einer, wider aller Erwartungen, doch Mücken-freien Nacht (also beim Essen waren die Viehcher extrem schlimm) ging es nach einem kurzen Fotohalt am See (damit auch noch ein paar Bilder bei Sonnenlicht gemacht werden konnten) zur Registrierung. Dort haben wir noch erfragt, dass es sich bei den Bäumen um Zypressen und bei dem Zeug, was da so runter hängt, um spanisches Moos handelt.


Und schon ging unser Trip durch Texas weiter. 


 Über Hügel, vorbei an Feldern, Wäldern und riesigen Pferde- oder Kuhranches sind wir dann im Lake Arrowhead State Park angekommen. 


Um noch einmal auf die hügeligen Straßen zu kommen: Also das hat schon etwas von Achterbahnfahren, nur halt ohne Looping. Man wird bei einem Tempo von rund 60 mph (Meilen pro Stunde) richtig in den Sitz gedrückt oder halt, wenn die Straße plötzlich nach unten geht, aus diesem heraus gehoben.
Natürlich sind wir auch hier zu spät angekommen um uns direkt bein Einfahren zu registrieren. So mussten wir erst einmal 'ne Rund drehen um uns einen Platz auszusuchen und einen ersten Eindruck von der Gegend zu bekommen.

Beim Blick auf den See, der hier nicht zugewachsen war, haben wir neben richtig dicken Wildgänsen auch noch kleine lustige Tierchen entdeckt, die man hier als "Prärie-Hunde" bezeichnet. Ich würde sie mit den mir aus Österreich (Gruß an ALLE, die da mit dabei waren) bekannten Murmeltieren vergleichen. 

Als wir uns dann "eingerichtet", kurz die weiteren Tage besprochen und das Essen fertig hatten, fing es an. Mücken!
Also ich habe mich ja die restlichen Tage irgendwie damit arrangieren können. Aber das war selbst mir zu viel. Ich weiß nicht, was die Biester gestochen hat ;)?! War es das Gewitter, was an uns vorbei zog und nur ein paar Tropfen über uns verlor, die schwüle Luft oder ... Wie das immer so ist, kann man es nicht bestimmen. Fest steht, man konnte keine Sekunde still stehen bzw. sitzen, was dazu führte, dass wir mit unseren Schüsseln in der Hand hin und her gelaufen (teilweise gehammpelt) sind und nebenbei versucht haben unser Essen in den Mund und nicht auf den Boden zu bekommen.
Nach dieser Tortur ging es dann Duschen um ein wenig die Zeit verstreichen zu lassen, denn wir hatten noch die Hoffnung, dass sich die Plagegeister ja auch einmal zur Ruhe setzen müssten. (DENKSTE)
Danach wurde es nicht besser. Jede Licht-/Wärmequelle hat wie ein riesiger Magnet gewirkt und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns ins Auto zu packen um zu schlafen. Da das Gewitter aber auch noch nicht so richtig vorbei gezogen war und sich diese feuchte warme Luft kein bisschen bewegte, hat sich das Einschlafen extrem schwierig gestaltet. Naja, überlebt haben wir die Nacht dann doch irgendwie ;)


Und so ging es am nächsten Tag, zeitiger als sonst, nicht ganz ausgeschlafen weiter in den Westen.